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Platz für "großflächigen Einzelhandel" fehlt

Diskussion um Gothaer-Haus Platz für "großflächigen Einzelhandel" fehlt

Über den künftigen Neubau auf dem Gelände des ehemaligen Gothaer Hauses hat der Bauausschuss am Donnerstag diskutiert. Der Kasseler Architekt Tore Pape hat einen Zwischenbericht zu einem Rahmenplan für das Grundstück Weender Straße 80 gegeben. Sein Büro erstellt den Rahmenplan im Auftrag der Stadtverwaltung.

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Ehemaliges Gothaer-Haus an der Weender Straße 80 in Göttingen (Archivbild).

Quelle: Hinzmann/Archiv

Göttingen. Die Diskussion entzündete sich während der Sitzung an dem kleinen Platz, der sich derzeit auf der Ecke von Weender Straße und Oberer Karspüle befindet. Während Pape vorschlägt, auch diesen Platz für den Neubau des Geschäftshauses zu nutzen, um so den Straßenverlauf der Weender Straße besser einzufassen, plädierten Christian Henze (SPD) und Martin Rieth (Piraten) dafür, den Platz zu erhalten. Anders als Pape bescheinigte Henze dem Platz sehr wohl Aufenthaltsqualitäten zu besitzen. Der Platz müsse bleiben.

 

Papes städtebaulichen Pläne sehen entlang der Weender Straße und Jüdenstraße ein dreigeschossiges L-förmiges Gebäude mit Giebeldächern vor. Daran soll sich ein zweistöckiges Gebäude im Zentrum des Areals anschließen. In der Nord-Ost-Ecke ist dann eine ebenfalls dreistöckige Bebauung geplant, die zur Seite der Reformierten Gemeinde einstöckig geplant ist. Die jetzigen Arkaden sollen bei einem Neubau wegfallen. Noch nicht geklärt ist, ob das Haus Jüdenstraße 41 bleibt oder für den Neubau abgerissen werden soll. Stadtbaurat Thomas Dienberg sagte, "es gebe gute Gründe es stehen zu lassen". So sei es an der Ecke sehr prägend.

 

Ein Vertreter der Kirche plädierte dafür, dass der Neubau des Geschäftshauses die Sichtachse von der Weender Straße die Obere Karspüle hinauf zur Kirche nicht verdecken soll. Mit dem nach einer von Pape vorgelegten Studie zum erwartenden Schattenwurf durch den Neubau könne die Gemeinde leben, sagte er.

 

Zahlen zur Größe der geplanten Verkaufsflächen lieferte Pape in seinem Zwischenbericht noch nicht. Schätzungen gehen von 6000 Quadratmetern aus. Auch die Pläne zur Verkehrsanbindung, Erschließung und Wegeführung fehlten noch in dem Zwischenbericht.

 

Projektentwicklerin Maike Müller von der Düsseldorfer Projektentwicklungsgesellschaft Development Partner AG, die das Haus und Grundstück Ende 2015 gekauft hatte, betonte, dass nach ihrer Einschätzung in Göttingen Platz für "großflächigen Einzelhandel" fehle. So sollten 2000 Quadratmeter am Stück angeboten werden können. Für die Mieter sei es wichtig, gesehen zu werden. Daher sei es wichtig, dass das Gebäude möglichst weit an die Straße rücke. 

Ausbau Mühlenstraße nach Verwaltungsvorschlag

Gegen die Stimmen der Grünen ist der Bauausschuss dem Verwaltungsvorschlag zum Ausbau der Mühlenstraße gefolgt. Demnach soll die Ausbauvariante 1 umgesetzt werden. Diese sieht vor, die beiden derzeitigen Stellplätze am westlichen Ende der Straße auf der Südseite zu erhalten. Die Fahrbahn erweitert sich hier von 3,50 Meter im östlichen Teil auf 4,70 Meter am westlichen Ende. Die große Mehrheit der Anwohner hatte sich auf einer Informationsveranstaltung für eine andere Ausbauvariante ausgesprochen.

 

Bei dem Umbau sollen zudem Schmutz- und Regenwasserkanäle sowie Hausanschlüsse erneuert, neue Gas- und Wasserleitungen, dazu teilweise neue Stromleitungen gelegt werden. Außerdem erhält die Straße einen neuen Unterbau und eine neue, hellere Asphaltdecke. Die Bauarbeiten sollen bereits im Mai beginnen und im November abgeschlossen werden. Die Gesamtkosten belaufen sich laut bisheriger Planung auf 315.000 Euro. Davon müssen die etwa 60 betroffenen Haus- und Wohnungseigentümer 150.000 Euro tragen.

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