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Diskussion ums Kunstquartier

Angst vorm "großen Klotz" Diskussion ums Kunstquartier

Mit den Stimmen von SPD und Grünen hat der Bauausschuss dem Verwaltungsentwurf für einen geänderten Bebauungsplan "Nikolaikirche" zugestimmt. Damit sollen die Weichen für das geplante Kunstquartier (KuQua) gestellt werden.

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Hier soll das Kuqua entstehen.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Die Gruppe aus CDU und FDP stimmte gegen den Entwurf. Sie ist prinzipiell gegen das Kunstquartier. Patrick Humke (Linke) enthielt sich.Der Entwurf, dessen öffentliche Auslegung die Baupolitiker ebenfalls beschlossen haben, schafft die Voraussetzungen für den Bau eines Galeriegebäudes auf dem Grundstück Düstere Straße 7. Zudem soll für das Grundstück Düstere Straße 2 die Gestaltungssatzung geändert werden. "An diesem städtebaulich wichtigen Ort kann dadurch ein prägnantes und den südlichen Eingang zum KuQua betonendes Gebäude entstehen", heißt es in der Verwaltungsvorlage.Sowohl Horst Roth (Grüne) als auch Hans Otto Arnold (CDU) kritisierten das. Roth fürchtet an der Stelle nun einen "großen Klotz, der die Kleinteiligkeit des Viertels nicht aufnimmt". Das Grundstück gehört der Verlegerin Nina Zumthor, die dort mit dem Schweizer Stararchitekten Peter Zumthor ein Gebäude plant, das sowohl nach dem Abriss des bestehenden Hauses Platz für eine Druckerei als auch für Wohnungen bieten soll.Humke befürchtet hingegen, dass durch die Entwicklung des KuQuas "günstiger Wohnraum" verschwinden würde. Arnold pflichtete bei, das sei aus seiner Sicht bereits geschehen. Sylvia Binkenstein, baupolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion, sieht die Gefahr einer Gentrifizierung indes nicht gegeben. Der Charakter des Viertels werde sich aber sehr wohl ändern. Der Vorsitzende des Ausschusses, Christian Henze (SPD), machte deutlich, dass das KuQua eine "Supersache" sei, die "uns gut zu Gesicht steht". 

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