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Dörfer kämpfen um erleuchtete Verbindung

Gemeinde will Straßenlaternen abbauen Dörfer kämpfen um erleuchtete Verbindung

Selten kommen so viele Besucher zu Ortsratssitzungen. Und Marlene Hille (Freie Wählergemeinschaft) stellt klare, was viele Beienröder denken: „Sicherheit geht vor Kosten.“ In Kerstlingerode sieht es nicht anders aus: „Natürlich wollen wir sie behalten“, stellt Ortsbürgermeisterin Christine Radtke (WG) kurz und bündig fest.

Kerstlingerode/Beienrode . Die Bürger und Ortsräte aus beiden Dörfern wehren sich dagegen, dass an ihrem Verbindungsweg bald die Lichter ausgehen sollen. Die Gemeinde Gleichen will die 27 Laternen an dem Waldweg abbauen.

Strom- und Wartungskosten stünden nicht im Verhältnis zum Nutzen, argumentiert die Verwaltung. Alleine die Energiekosten lägen bei 365 Euro im Jahr. In der dunklen Jahreszeit aber werde der Weg kaum von Schulkindern genutzt, weil sie dann mit dem Bus von Beienrode zur Gartetalschule in Kerstlingerode fahren. Zudem habe die Realgemeinde wegen der alten Laternen Probleme bei der jährlichen Holzernte.

Die betroffenen Dorfbewohner und ihre Ortsräte aber kontern, dass der Weg auch von vielen Spaziergängern und Hundehaltern genutzt werde. Und nach Dorffesten oder größeren Privatpartys würden Gäste aus dem jeweiligen Nachbardorf ebenfalls die gefährliche Straße meiden und lieber durch den Wald nach Hause gehen. Allerdings gibt es aus den Dörfern einen Kompromiss-Vorschlag: Es könnte noch hell genug sein, wenn weniger Laternen leuchten und vielleicht jede zweite abgeschaltet wird.

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