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Dorfbewohner und Besucher feiern gemeinsam Thiefest in Diemarden

Mit internationalem Flair Dorfbewohner und Besucher feiern gemeinsam Thiefest in Diemarden

Vor rund einem Vierteljahrhundert hat das Thiefest in Diemarden als lockere Zusammenkunft der Jugendgruppe begonnen. Im Laufe der Zeit entwickelte es sich zu einer Veranstaltung, an der fast das ganze Dorf teilnimmt. An diesem Sonnabend trug das Event sogar internationalen Charakter.

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Skeptischer Blick: Jonathan auf der Rollenrutsche beim Thiefest.

Quelle: Pförtner

Diemarden. „Es ist sehr schön hier“, sagt Mohamed Dabbous aus Syrien, der mit seiner Frau und seinen vier Kindern erst den Gottesdienst auf dem Platz besucht und sich anschließend mit seiner Familie unters Volk mischt.

Auch Tarab Syluiman aus dem Sudan und seiner Familie – Frau und zwei Kinder – gefällt die Art, wie in Südniedersachsen in der Gemeinde Gleichen gefeiert wird. „Die Menschen hier bei uns zu begrüßen, ist ein Stück Willkommenskultur“, betont Cornelis van Tuyll, seines Zeichens Heimatvereinsvorsitzender und Cheforganisator des Thiefests, aber kein gebürtiger Südniedersachse, sondern Niederländer.

Was das Feiern anbelangt, das ist so wie jedes Jahr: Leckere Bratwurst, ein Kuchenbuffet, das nach einer Stunde fast ausverkauft ist, Kinderbelustigung. „Ich bin die Rutsche mit 20 Stundenkilometern runtergerutscht“, verkündet der siebenjährige Jonathan nach dem Vergnügen mit der Rollenrutsche.

Und abends folgt der zünftige Schwoof bis spät in die Nacht. Das Thiefest gehöre zu Diemarden einfach dazu, finden Ulrike und Heinrich: „Ob alteingesessen oder zugezogen, ob jung oder alt – hier treffen sich alle.“ Sogar ein paar Berliner. Als Jürgen Doorbell (54) und seine drei Motorradfreunde beim Vorbeifahren das bunte Treiben entdecken, halten sie auf der Stelle an.

„So ein Idyll gibt es bei uns zuhause nicht“, staunen die Vier aus dem Stadtteil Steglitz, holen sich ein kühles Getränk und genießen bei schönem Sommerwetter eine erfrischende Rast.  

Von Hauke Rudolph

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