Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Dorfgemeinschaft Wibbecke sammelt rund drei Tonnen Äpfel

Obsternte Dorfgemeinschaft Wibbecke sammelt rund drei Tonnen Äpfel

„Ruck zuck übern Zaun, Äppel klau’n“, ruft Arnulf Kühn. Und schon stehen er und seine Mitstreiter im Garten von Arno Otte. Doch heimlich vorgehen müssen sie nicht, gehören sie doch zu den rund 20 Fleißigen, die ganz offiziell durchs Dorf und das angrenzende Gemeindegebiet ziehen, um Äpfel zu pflücken.

Voriger Artikel
Kinderärztin alarmiert: Fälle von vernachlässigten Kindern nehmen zu
Nächster Artikel
Göttinger OHG-Schüler laufen und spenden

Säckeweise Äpfel: Uwe Herwig (links) und Arnulf Kühn vom Heimat- und Kulturverein liefern ihre Ernte beim Most-Mobil ab.

Quelle: Heller

Wibbecke. Und zwar sowohl von solchen Bäumen, die sich im Gemeindebesitz befinden, als auch von solchen, die Privatleuten gehören.

Rund drei Tonnen Obst haben der mit Pflückern, Schüttelstangen, Säcken, Planen, Bollerwagen und sogar einem Einachser ausgestattete Sammeltrupp am Sonnabendnachmittag zusammengetragen. Aber gepflückt und gesammelt haben sie nicht für sich selbst, sondern um das Obst am Sonntag Bernd Gosch zu übergeben.

Der Bördeler war nämlich mit seinem Most-Mobil angereist und verwandelte die Früchte in naturtrüben Apfelsaft – 1720 Liter waren es am Ende. Das halbe Dorf war gekommen, um dabei zuzuschauen und um einen oder auch mehrere der mit dem goldgelben Saft gefüllten Fünf- beziehungsweise Zehn-Liter-Behälter zu erstehen.

„Die Äpfel am Baum hängen zu lassen, wäre Verschwendung, außerdem stärkt so etwas das Zusammengehörigkeitsgefühl“, erklärt die stellvertretende Ortsbürgermeisterin Nicole Schulz Sinn und Zweck der Aktion. Diese fand zum zweiten Mal statt und soll auch weiterhin angeboten werden. Dass die Pflücker dieses Jahr schon über mehr Routine verfügten als imvorigen Jahr, wird am Beispiel von Hagen Herwig deutlich. „Letztes Mal ist mir ein Apfel auf den Kopf gefallen, dieses Mal nicht“, sagte der Sechsjährige stolz.

Von Hauke Rudolph

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Thema des Tages: Steinträume aus der Toskana