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Dorfladen in Herberhausen schließt

Am Sonnabend letzter Verkaufstag Dorfladen in Herberhausen schließt

Der Dorfladen in Herberhausen schließt. Nach nur knapp zwei Jahren hört die Betreiberin Leena Jobson auf, Sonnabend soll der letzte Verkaufstag sein. Inzwischen hat Peter Heimbs, der bereits drei Dorfläden ins Leben gerufen hat und leitet, Interesse an der Weiterführung des Ladens bekundet.

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Betreiberin Leena Jobson in ihrem Dorfladen.

Quelle: Heller (Archiv)

Herberhausen. Zu den Gründen, warum sie den Laden in der Straße Im Beeke schließt, will sich Jobson nicht öffentlich äußern. Ortsbürgermeisterin Ingrid Möhring (SPD) kommentiert die Situation im Laden: "Das Soziale läuft, das Einkaufen nicht." So habe sich der Laden direkt im Zentrum von Herberhausen zu einem Treffpunkt entwickelt, sagt sie.

Die Umsätze reichten bei weitem nicht aus, um den Laden im Dorf zu halten, hieß es am Dienstag dazu in der Ortsratssitzung. Bürger appellierten an die Politiker, sich für die Infrastruktur des Dorfes einzusetzen.

Der Rechtsanwalt Heimbs knüpft nun sein mögliches Engagement für einen Dorfladen in Herberhausen an die Gründung eines Fördervereins. Neben ehrenamtlicher personeller Unterstützung könnten so durch die monatlichen Mitgliedsbeiträge Verluste, die der Laden einfahren werde, aufgefangen werden, sagte Heimbs. Er betreibt derzeit Dorfläden in Bremke, Reinhausen und Reiffenhausen. Mit einem Verbund aus dann vier Läden verbesserten sich auch die Bedingungen für den Wareneinkauf.

Gleichzeitig könnten mit dem Personal aus den vier Läden Urlaubs- oder Krankheitszeiten besser abgedeckt werden. Heimbs räumte ein, dass es "ein echtes Problem" sei, "geeignetes Personal" zu finden. Dieses müsse nicht nur verkaufen, sondern auch eine Lotto- und Paketannahmestelle betreuen und selbstständig Waren bestellen können.

Als Jobson im August 2014 anfing, steuerten viele Herberhäuser das Startkapital bei. Das Geld sollten sie frühestens nach drei Jahren verzinst zu zwei Prozent in Form von Warengutscheinen zurückerhalten. Auch bei der Renovierung der 100 Quadratmeter großen Räume halfen viele mit.

Inzwischen hat sich eine Gruppe Herberhäuser zusammen getan, um nach einer Lösung für die Erhaltung des Ladens zu suchen - mit Heimbs oder ohne ihn.

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