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Dorfversammlungen in Güntersen sind Ideenbörse und Mutmacher

„Wir nehmen unsere Zukunft gemeinsam in die Hand“ Dorfversammlungen in Güntersen sind Ideenbörse und Mutmacher

Was waren 2010 die Pläne, und was wurde Wirklichkeit? Unter diesem Motto hat das jüngste Treffen von 40 Bürgern Güntersens gestanden. Bei dieser Dorfversammlung zogen die Akteure eine Bilanz.

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Quelle: Heller

Güntersen. Von 2010 bis 2012 gab es in Güntersen das Modellprojekt „Dorf mit Zukunft“, bei dem in Arbeitsgruppen Ideen entwickelt wurden. Auch nach Ablauf des Projekts machten die Günterser weiter mit den Dorfversammlungen. Herausgekommen ist dabei unter anderem der gerade erst gegründete Verein „Güntersens Zukunft“. Die Vorsitzende Barbara Hasselmann erwartet in den nächsten Wochen den Eintrag ins Vereinsregister. Der Verein habe sich unter anderem zum Ziel gesetzt, allen Generationen eine Zukunft in Güntersen zu bieten.

Dazu sollen den Worten der Vorsitzenden zufolge aber alle ihren Beitrag leisten und sich einbringen. Zurzeit belaufe sei etwa ein Viertel der Einwohnerschaft im Verein. „Wir nehmen unsere Zukunft gemeinsam in die Hand“, kündigte Barbara Hasselmann an. Nach Ende des Modellprojekts „Dorf mit Zukunft“ 2012 machten viele Günterser weiter. Ortsbürgermeister Norbert Hasselmann übernahm die Funktion des Koordinators. Er gab beim jüngsten Treffen einen Rückblick und zog Bilanz. Anfangs habe es viele Zweifler gegeben.

Es sei Konkurrenz zu den örtlichen Vereinen befürchtet worden, andere hätten gesagt, „das bringt doch nichts“ oder „man müsste...“. Hasselmann stellte klar: „Das wollen wir nicht mehr hören.“ Vielmehr seien aus den Dorfversammlungen heraus viele Ideen entwickelt, viele davon sogar umgesetzt worden. Manche mit Erfolg, wie etwa die Suppenküche oder die Saftaktion. Andere, gestand Hasselmann, seien „leider misslungen“, wie zum Beispiel das Projekt „Unser Dorf spart Strom“.

Es gebe weitere Themen, für die noch keine Lösung gefunden worden sei. Die nachweislich schlechten Busverbindungen von Eberhausen, Barterode und Güntersen liege den Akteuren noch immer sehr am Herzen. „Hier muss es neue Konzepte geben“, sagte Hasselmann. Im Zusammenhang mit der E-Mobilität könnten über Imbsen und Dransfeld bessere Anbindungen möglich sein als über den Flecken, sagte der Ortsbürgermeister.

Schließlich seien die Günterser dank der Dorfversammlungen überhaupt erst derart erstarkt, dass sie mutig genug waren, im Februar das Frühlingsfest gegen Rechts zu stemmen. Eine der Ideen, die daraus für die Zukunft entstanden ist: Am Jahrestag des Frühlingsfestes, dem 28. Februar, soll es im kommenden Jahr einen multikulturellen Gottesdienst geben.

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Von Redakteur Britta Eichner-Ramm

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