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Drachenfest in Göttingen

„Das Kind im Manne“ Drachenfest in Göttingen

Vom einfachen Flugdrachen bis hin zum komplexen Profigerät war am Sonnabend alles vertreten beim jährlichen Drachenfest an der Reinhäuser Landstraße. Die bunten Drachen lockten dabei mehrere hundert Besucher an.

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Das Drachenfest in Göttingen ist gut besucht.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Mit Drachen ist es immer so eine Sache. Allein vom Wetter her kann schon viel zu viel schief gehen. Bei zu wenig Wind bleibt der Flieger am Boden, weht es hingegen zu stark, besteht die Gefahr, dass der Drache eine Bruchlandung hinlegt. Und bei Regen kann man es eigentlich gleich sein lassen. Das weiß auch Bernd Lübeck vom Drachenclub Windbrand, der mit den Bedingungen beim Drachenfest aber eigentlich recht zufrieden war.

„Das Wetter ist gut, aber es könnte noch mehr Wind sein.“ Er gehe aber davon aus, dass der Wind noch auffrischt. Ostwind sei allerdings generell eher schwierig auf der Göttinger Drachenwiese, ergänzte sein Clubkollege Tom Mandelt. „Der kommt aus Osten über die Berge und nimmt dann nicht genug Fahrt auf. Südwestwind wäre besser.“

Die beiden gehörten mit ihren auffälligen Eigenkonstruktionen zu den Exoten beim Drachenfest. Da gab es zum Beispiel den Sterndrachen, ein über zwei Meter großer Drache in Sternenform, der allerdings auf dem Boden bleiben musste. „Für den brauchen wir richtig viel Wind“, erklärte Lübeck. Eindrucksvoll sieht der „Stern“ dennoch aus. 

Foto: Pförtner

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Mandelt hingegen machte einen „Cody“ startklar. „Diese Art von Drachen wurde im Ersten Weltkrieg genutzt, um Menschen in die Luft zu bringen, die dann das Schlachtfeld beobachten sollten.“ 

Die Drachen sind allesamt selbstgebaut. „Das Material für den Cody hat alles in allem etwa 180 bis 200 Euro gekostet“, rechneten Lübeck und Mandelt vor. Dazu kamen natürlich noch etliche Arbeitsstunden. 

Das neueste Projekt der Drachen-Enthusiasten ist ein Drache in Doppeldeckerform. Bisher fliegt der aber noch nicht richtig. „Wir sind da noch am experimentieren.“ 

Ein aufwendiges und mitunter teures Hobby also. Und wie kommt man dazu? „Naja, das Kind im Manne muss schon bleiben – und das ist bei uns allen der Fall“, sagte Lübeck und lachte.

Weitere Bilder auch in der Google+-Community des Drachenvereins.

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