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"Dramatische Situation" in Göttingen

Aktuelle Flüchtlingszahl "Dramatische Situation" in Göttingen

Allein bis März 2016 sollen der Stadt Göttingen knapp 1400 weitere Flüchtlinge zugewiesen werden. Entsprechende Zahlen bestätigte Verwaltungssprecher Detlef Johannsson auf Anfrage.

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Ankunft: Flüchtlingsunterkunft in der Turnhalle auf den Göttinger Zietenterrassen.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Johannson beschreibt die Situation als „dramatisch“. So seien der Stadt in den Jahren 2013 bis 2015 zusammen 1404 Flüchtlinge zugewiesen worden – allein 2015 bislang 838. Die Zahl 1400 sei 2016 nun bereits innerhalb von etwas mehr als einem Vierteljahr erreicht, sagte Johannson. Bisherige Prognosen gingen bisher von insgesamt 2400 weiteren Flüchtlingen für das gesamte Jahr 2016 aus.

Johannson bewertet die Situation bei der Flüchtlingsunterbringung in Göttingen bis zum Sommer  und Spätsommer „kritisch“. Vermutlich erst dann würden die fünf neuen geplanten Flüchtlingsunterkünfte  zur Verfügung stehen. Diese sollen knapp 1000 Plätze bieten.

Bis dahin sollen die ankommenden Flüchtlinge in „großen Einheiten“ unterkommen. „Deshalb bemühen wir uns um große und größere ehemalige Gewerbehallen. Deshalb wollen wir auch Container nutzen und prüfen gegenwärtig in Frage kommende Standorte“, sagte Johannson. Dazu gehört nach Tageblatt-Informationen als letzte Notlösung auch der Parkplatz an der Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule in Geismar.

Johannson appelliert angesichts der Prognosen, das zu tun, „was wir seit 2013 nach meinem Empfinden ganz erfolgreich leisten: nämlich eine wachsende Aufgabe nach und nach abarbeiten“. Das habe bisher gut geklappt, es gebe in Göttingen keine Zeltlager, keine langen Schlangen vor öffentlichen Gebäuden oder Camps unter freiem Himmel.

Die fünf neuen Unterkünfte für Flüchtlinge sollen im kommenden Jahr so schnell wie möglich gebaut werden. Dabei konzentriert sich die Verwaltung auf fünf Standorte:

  • Holtenser Landstraße/Europaallee
  • Hagenweg: auf einem Parkplatz in Nachbarschaft zum Hagenweg 20
  • Nohlstraße: in der Nähe der Nord-Uni auf einem Grundstück der Universität
  • Rodeweg: Neubau auf dem Grundstück der „Blauen Halle“
  • Hannoversche Straße:  das zum Teil vermietete Gebäude der Deutschen Telekom

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