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Dransfeld lässt Dienstleistung von Stadt Göttingen erbringen

Personalverwaltung wird abgegeben Dransfeld lässt Dienstleistung von Stadt Göttingen erbringen

Die Samtgemeinde Dransfeld will ihre Personalverwaltung künftig von der Stadt Göttingen erledigen lassen. Das hat der Rat der Samtgemeinde während seiner Sitzung in der Dransfelder Stadthalle bei zwei Enthaltungen einstimmig entschieden.

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Neues Rathaus in Göttingen.

Quelle: Archivbild (Symbolfoto)

Dransfeld. „50 festangestellte Mitarbeiter, darunter zwei Beamte, sowie 20 geringfügig beschäftigte Personen sind für uns tätig“, erläuterte Samtgemeindebürgermeister Thomas Galla (CDU) dem Gremium. Um die Berechnung der Bezüge und des Kindergeld, die Ausarbeitung von Arbeitsverträgen oder die Festsetzung von Beschäftigungszeiten kümmerten sich bisher zwei Teilzeitkräfte mit zusammen 40 Wochenstunden.

Die beiden Mitarbeiter würden künftig im Bereich zentrale Dienste eingesetzt. „Durch die Vergabe an die Stadt Göttingen sparen wir 16 200 Euro im Jahr ein“, rechnete Galla vor. Die Zweckvereinbarung lasse sich mit einem Vorlauf von neun Monaten kündigen. Die Stadtverwaltung Göttingen garantiere aufgrund ihrer Größe Sicherheit bei der Erbringung der Dienstleistung und biete mehr Kompetenz als eine kleine Verwaltung.

Kein Angebot eingeholt

Kritik an der Zweckvereinbarung äußerte Ingrid Rüngeling (FWG). Die Steuerberaterin ärgerte sich, dass die Samtgemeinde Dransfeld kein Angebot von Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern eingeholt hat. In der Verwaltungsvorlage heißt es, dass Private nicht über das nötige Fachwissen in Fragen des öffentlichen Dienstes verfügten. Rüngeling enthielt sich der Stimme.

Lob, dass die Verwaltung keine Privaten gefragt hat, gab es dagegen von Ulrich Maschke (Linke). Der öffentliche Dienst verfüge über „vernünftige Tarifverträge“ argumentierte er. Maschke enthielt sich trotzdem der Stimme. Er fürchtet, dass die Eigenständigkeit der Samtgemeinde ausgehöhlt wird, wenn sie Aufgaben abgibt. „Wir behalten die Personalverantwortung“, erwiderte Galla.

Die Samtgemeinde hat bereits vor einigen Jahren einmal geprüft, ob sie die Arbeiten des Bauhofes an Firmen vergeben soll. Sie hätte so vier Stellen streichen können. „Mit einem eigenen Bauhof sind wir aber flexibler“, sagte der Samtgemeindebürgermeister. Es gebe nun eine Kooperation mit dem Dransfelder Stadtforst. Die beiden dort tätigen Mitarbeiter würden beim Bauhof helfen und umgekehrt.

Von Michael Caspar

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