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Dransfelder A-cappella-Chor „Chornetto Spezial“

Hohe Qualität ganz ohne Notenlesen Dransfelder A-cappella-Chor „Chornetto Spezial“

Jeden Montagabend wird der Gemeindesaal der St.-Martini-Kirchengemeinde zum Rock-, Pop- und Reggae-Tempel. Zwischen 40 und 50 Männer, Frauen und Jugendliche treffen sich in der Kirchstraße und proben Songs wie „Riders on the Storm“ von den Doors, „Take On Me“ von a-ha sowie „Wings of a Dove“ von Bob Marley.

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Thorsten Seydler (am Keyboard) hat den A-capella-Chor „Chornetto Spezial“ 1997 übernommen.

Quelle: Hinzmann

Dransfeld. Die Sänger sind Mitglieder des A-cappella-Chors „Chornetto Spezial“, der zur Musikschule „ton-art Dransfeld“ gehört und unter Leitung von Thorsten Seydler regelmäßig Konzerte in Dransfeld und der Region gibt.

„Viele Leute glauben, sie könnten nicht singen“, sagt Chormitglied Martin Elsbroek. Aber das stimme nicht: „Jeder kann es.“ Wer Mitglied von Chornetto Spezial werden möchte, braucht keinerlei musikalische Grundkenntnisse mitzubringen und muss auch keine Noten lesen können.

Nur die Songtexte müssen die Sänger draufhaben. Und sie sollten auch regelmäßig zu Hause üben. Denn eines steht fest: Ihr Chorleiter verlangt ihnen einiges ab. Seit der Absolvent der Robert-Schuhmann-Hochschule Düsseldorf vor neun Jahren den 1997 gegründeten Klangkörper übernahm, hat dieser qualitativ einen gewaltigen Aufschwung erlebt.

Tenor- und Basssänger dringend gesucht

Was die Quantität angeht: Über weibliche Stimmen verfügt der Chor genug, weswegen es für Sopran und Alt auch eine lange Liste von Interessentinnen gibt, die darauf warten, dass ein Platz für sie frei wird. Anders sieht es bei den Männern aus – Tenor- und Basssänger werden dringend gesucht und deshalb auf der Stelle aufgenommen.

Insgesamt beträgt das Verhältnis Sängerinnen zu Sänger rund zwei zu eins, weshalb sangesfreudige Herren ausdrücklich aufgefordert sind, bei einer Probe vorbeizuschauen. Wer einmal Mitglied geworden ist, bleibt es in aller Regel auch, sagt Elsbroek.

Die Fluktuation sei sehr gering: „Wenn wir jemanden verlieren, dann meist nur deshalb, weil er oder sie mit dem Studium fertig ist und Göttingen verlässt.“ Das jüngste Chor-Mitglied ist 14, das älteste 80. Drei Familien gibt es, deren Mitglieder geschlossen mitsingen – Vater, Mutter, Tochter und Sohn.

Material zu Übungszwecken

Chornetto Spezial singt a capella, also ohne den Einsatz von Instrumenten. Nur gelegentlich setzt sich Seydler zur Begleitung ans Klavier. Der 46-Jährige, der noch vier weitere Chöre leitet, gibt den Mitgliedern regelmäßig Material zu Übungszwecken mit nach Hause. Außerdem leitet er Rhythmus-Übungen und betreibt Stimmbildung, was den Sängern hilft, ihren Tonumfang erheblich zu erweitern.

Jedes Chormitglied hat natürlich sein persönliches Lieblingslied. Ein Song, den so gut wie alle mögen, ist „The 23rd Psalm“ von Bobby McFerrin, ein anderer „With a Little Help from my Friends“ von den Beatles. Derzeit proben die Frauen und Männer die rasante Tanznummer „September“ von Earth, Wind and Fire ein – kein leichtes Unterfangen. Doch Chornetto Spezial dürfte auch diese Herausforderung meistern.

Wenn der Chor am 28. November in der Stadthalle Dransfeld sein nächstes Konzert gibt, wird er mit Sicherheit auch diesen Hit gewohnt schwungvoll und harmonisch vortragen.

Infos: Myriam Bernhard, Telefon 0 55 02 / 36 60, und Peter Anhalt, Telefon 01 75 / 5 63 09 22.
 

Hohe Qualität ganz ohne Noten lesen: Fotos vom A-cappella-Chor Chornetto Spezial. © Hinzmann

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Von Hauke Rudolph

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