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Dransfelder Bauausschuss diskutiert über Windenergie

Samtgemeinde Dransfelder Bauausschuss diskutiert über Windenergie

Die Samtgemeinde Dransfeld muss ihren Flächennutzungsplan (FNP) anpassen. Nötig ist das vor allem mit Blick auf die geplanten Sondergebiete für Windenergienutzung, welchen nach Vorgaben übergeordneter Behörden „substanziell Raum gegeben werden“ soll. Jetzt hat das Thema im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss der Samtgemeinde auf der Tagesordnung gestanden.

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Visualisierung von fünf Windenergieanlagen in einer größtmöglichen Höhe von etwa 206 Metern im Landschaftsbild zwischen Jühnde und Bördel – betrachtet von der Aussichtsplattform des Gaußturms.

Quelle: Elbberg Stadtplanung, Hamburg

Dransfeld. Mehr als 40 Zuhörer verfolgten in der Stadthalle die Ausführungen von Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers (SPD) und Diplomingenieur Gerd Kruse vom Planungsbüro Elbberg zu den während der Auslegung eingegangenen Stellungnahmen und deren Bewertung. Konkret geht es um Flächen zwischen Dransfeld und Imbsen mit etwa 15 Hektar und zwischen Jühnde und Bördel mit rund 44 Hektar.

 
Die Bürger nutzten die vorgezogene Einwohnerfragestunde, um konkrete Anmerkungen zu machen aber auch um allgemeine Kritik zu äußern. Dabei wurden, wie schon in vielen vorangegangenen Veranstaltungen zum Thema, wieder alte Argumente ins Feld geführt.

 
Der Potenzialfläche bei Jühnde hatte der Gemeinderat Jühnde der Fläche zwar zugestimmt, aber auf eine Höhenbegrenzung von 185 Meter gepocht. Das sei aus Sicht des Landkreises Göttingen nicht nachvollziehbar, heißt es in dessen Stellungnahme. Sowohl das Landschaftsbild als auch der Erholungswert würden durch die Höhendifferenz von 15 bis 20 Meter nur marginal verändert. Eine derartige Höhenbegrenzung sei daher „abwägungsfehlerhaft“. Nun musste das Gremium entscheiden, ob die 185-Meter-Begrenzung aus dem neuen FNP herausgenommen oder beibehalten wird. Eilers betonte, dass die Samtgemeinde gehalten sei, einen möglichst rechtssicheren Plan aufzustellen. Er warnte vor zu vielen Einschränkungen. Der Ausschussvorsitzende Klaus Ahlborn (SPD) schloss sich Eilers‘ Argumentation an, und auch Klaus Heinemann (CDU) empfand eine Herausnahme der Jühnder Höhenbegrenzung als den sichersten Weg. Ingrid Rüngeling (Freie Wählergemeinschaft) und Ralf Kaufmann (Bündnis 90/Die Grünen) wollten der Jühnder Vorgabe folgen. Am Ende gab es dafür eine knappe Mehrheit von 4:3 Stimmen.

 
Einstimmig folgten die Ausschussmitglieder dem Wunsch aus den Reihen der Bürger, was die sogenannten Minderungsmaßnahmen für das Landschaftsbild angeht. Dazu zählen etwa eine bedarfsgerechte nächtliche Befeuerung der Windenergieanlagen und auch einheitliche Nabenhöhen oder Rotordurchmesser innerhalb einer Vorrangfläche. Den endgültigen Satzungsbeschluss soll der Samtgemeinderat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause am Mittwoch, 22. Juli, fassen. Bis dahin werden anhand von Hinweisen aus der Ausschusssitzung noch kleinere Korrekturen vorgenommen.

 

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Von Redakteur Britta Eichner-Ramm

Der Wochenrückblick vom 3. bis 9. Dezember 2016