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Dransfelder Drakula-Verein droht die Auflösung

Kulturlandschaft Dransfelder Drakula-Verein droht die Auflösung

Betretenes Schweigen, gesenkte Blicke, Kopfschütteln: Dem Verein Dransfelder Kulturlandschaft (Drakula) ist es während seiner Jahreshauptversammlung im Dransfelder Hotel Zur Krone nicht gelungen, die Posten des Vorsitzenden und des Kassenprüfers zu besetzen. Damit steht der Verein, der mit seinen 20, überwiegend passiven Mitgliedern Träger der örtlichen Bücherei ist, vor der Auflösung.

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Steffen Ramswig

Quelle: Vetter

Dransfeld. Sie wird vollzogen, wenn sich nun bis zur eigens anberaumten Mitgliederversammlung am Donnerstag, 26. Februar, um 20 Uhr am gleichen Ort, nicht doch noch Freiwillige für die beiden Posten finden. Das kündigte der zweite Vorsitzende, Steffen Ramswig, an. Er führt den Verein kommissarisch. Der bisherige Vorsitzende, Klaus Wiskow, hat sein Amt während der Sitzung aufgrund eines Wohnortwechsels niedergelegt.

Auf den Hilferuf des Vereins im Vorfeld (Tageblatt berichtete) reagierte nur eine Hand voll Bürger, von denen allerdings auch niemand spontan Verantwortung übernehmen wollte. Um die Schwelle zu senken, will sich der Verein in Zukunft bis auf weiteres auf den Büchereibetrieb beschränken. Er läuft unter Barbara Jacobs, die die Leitung 2014 von Ute Wiskow übernahm, reibungslos. Die für 2015 geplanten Veranstaltungen will der Verein noch durchführen, eventuell auch zusätzliche, sofern keine Ausfallkosten drohen. Ansonsten zieht sich die Initiative aus diesem Bereich, in dem sie in den vergangenen Jahren ohnehin nicht mehr so aktiv war, zurück.

Der Verein sagt im Fall der Auflösung den Weiterbetrieb der Bücherei bis zum Jahresende zu. Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers (SPD) stellte während der Versammlung klar, dass die Bücherei in jedem Fall erhalten bleiben soll. Die Gemeinde hilft dem Verein bereits heute finanziell und bei der Buchhaltung. Sie hatte die Trägerschaft vor gut zehn Jahren an Drakula übertragen, weil sie selbst diese Aufgabe angesichts des defizitären Haushalts nicht mehr weiterführen konnte. Die Kassenlage ist bis heute angespannt.

Von Michael Caspar

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