Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Dransfelder Linke zur Situation der Mündener Krankenhäuser

Kommunen in der Pflicht Dransfelder Linke zur Situation der Mündener Krankenhäuser

Zur Situation der Mündener Krankenhäuser hat sich der Ortsverein Dransfeld der Partei Die Linke in einer Pressemitteilung geäußert.

Voriger Artikel
Vermehrt Hitze-Patienten im UMG Göttingen eingeliefert
Nächster Artikel
Erstes Ferienprojekt bei Martinigemeinde in Lenglern
Quelle: dpa (Symbolfoto)

Dransfeld/Hann. Münden. Die Krankenhäuser, zu deren Einzugsbereich die Samtgemeinde Dransfeld zähle, kämen immer wieder ins Gerede, stellt Ulrich Maschke, Sprecher des Ortsverbandes fest. Ursache dafür sei das „finanzielle Debakel, das beim Vereinskrankenhaus (VKH) entstand. Es entstand aber nicht wie uns suggeriert werden soll, über Nacht.“ Das finanzielle Ausbluten des VKH sei über Jahre gegangen und habe nach der Gesundheitsreform von Ulla Schmidt in der Rot Grünen Regierung unter Schröder Fahrt aufgenommen, so Maschke. Seitdem müsse nach Fallpauschalen abgerechnet werden. Kleinere Krankenhäuser könnten nicht überleben, wenn so Kostendeckung erreicht werden müsse.

Maschke stellt fest, dass die Verantwortlichen des VKH erst Alarm geschlagen hätten, „als es zu spät war“. Das liege wohl an der Verflechtung mit der Politik. Der Linken-Politiker greift dabei konkret den SPD-Landtagsabgeordneten Ronald Schminke an. Der habe wie auch der Vorstand des VKH „das Krankenhaus vor die Wand gefahren und nicht die Beschäftigten, die seit einiger Zeit Lohneinbußen hinnehmen und permanent unter der Gefahr des Arbeitsplatzverlustes leiden müssen“.

„Die Krönung“, so Maschke weiter, sei Schminke mit der Fusion von VKH und Nephrologischem Zentrum Niedersachsen (NZN) in Hann Münden gelungen. „Da hat er doch zwei zusammen gebracht, die beide Konkurs sind“, heißt es in der Linken-Mitteilung weiter.

Maschke sorgt sich, dass bei Übernahme durch einen privaten Investor Gewinne bei gleichen Rahmenbedingungen „nur zu Lasten der Mitarbeiter und der Qualität gehen“. Der Linken-Sprecher aus Dransfeld sieht alle Altkreiskommunen, den Landkreis Göttingen und das Land Niedersachsen in der Pflicht, „denn wir können das arme und kleine Hann Münden hier nicht allein lassen“.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Von Redakteur Britta Eichner-Ramm

Der Wochenrückblick vom 26. November bis 2. Dezember 2016