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Dransfelder sorgen sich um Entwicklung in Ungarn

Samtgemeindebürgermeister Eilers berichtet bei Spendenübergabe über aktuelle Situation in Rácálmas Dransfelder sorgen sich um Entwicklung in Ungarn

Mit einer Spende in Höhe von 1500 Euro hat die Sparkasse Münden die Arbeit des Dransfelder Vereins zur Förderung europäischer Partnerschaften gewürdigt. Damit solle die ehrenamtliche Tätigkeit des Vereins weiter gesichert werden, begründet Sparkassen-Vorstandsmitglied Thomas Scheffler.

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Partnerschaft zwischen Samtgemeinde Dransfeld und der ungarischen Gemeinde Rácalmás

Quelle: be

Dransfeld. Der Verein wurde vor zwei Jahren gegründet, um die Partnerschaft zwischen der Samtgemeinde Dransfeld und anderen europäischen Gemeinden zu unterstützen. Eine besondere Rolle spielt dabei die Partnerschaft zwischen der Samtgemeinde und der ungarischen Gemeinde Rácalmás, die vor 25 Jahren besiegelt und seither gepflegt wurde.

In diesem Jahr feierte eine große Delegation aus Ungarn in der Dransfelder Stadthalle ein Jubiläumsfest, in den Ferien war eine Gruppe Jugendlicher in Dransfeld. Er freue sich immer, wenn junge Menschen ihren Horizont durch solche Jugendaustausche erweiterten, so Scheffler.

Heinrich Rehbein, Mitbegründer der Städtepartnerschaft und früherer Dransfelder Bürgermeister, habe ihm im vergangenen Jahr die finanzielle Situation der Samtgemeinde geschildert, so das Sparkassen-Vorstandsmitglied weiter. Da die langjährige ehrenamtliche Arbeit wegen des Zukunftsvertrages „zu kollabieren drohte“, sei es keine Frage gewesen, den Verein finanziell zu unterstützen. So gab es schon 2014 einen Scheck in Höhe von 1500 Euro, die gleiche Summe gab es nun auch dieses Jahr.

Das Geld helfe, die Samtgemeinde als Träger der Partnerschaft bei der Betreuung der Delegationen aus Ungarn zu entlasten, sagt Detlev Barth, zweiter Vorsitezender des Vereins an. Neben einer Fortführung der Austauschaktivitäten will der Dransfelder Verein auch um neue Mitglieder werben.„Wir wollen erreichen, dass unsere Partnerschaft mit Ungarn 25 Jahre weitergeht, und dass auch das bisherige Niveau gehalten wird“, sagt Barth.

Die Partnerschaft zwischen der Samtgemeinde und dem ungarischen Rácálmas sei vor 25 Jahren geschlossen worden, weil Ungarn seinerzeit Wegbereiter für die Deutsche Einheit war und den europäischen Gedanken praktiziert habe, erinnert Barth. Die derzeitige Entwicklung in Ungarn und die Flüchtlingspolitik der ungarischen Regierung bereitet den Dransfeldern Sorge.

Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers, der gerade erst zur Eröffnung eines Kindergartens in Rácálmas eingeladen war, sagt, dass heute genau das Gegenteil der Fall sei. Dass ihm auf der Autobahn kurz vor Budapest ein Flüchtlingstreck entgegen kam, habe ihn sehr betroffen gemacht.

Umso erfreuter ist Eilers, dass die Menschen in Rácálmas den Kurs ihrer Regierung nicht unterstützten. Sein Amtskollege Stephan Schrick, seit Beginn der Städtepartnerschaft im Amt, habe ihm von zunehmenden Beschränkungen der Selbstverwaltung seiner Gemeinde und der Einrichtung von Bürgerwehren berichtet. Eilers hofft, dass die Partnerschaft dazu beiträgt, dass die Ungarn ihre Europapolitik wieder ändern. Vielleicht trage dazu ja auch der Pfingsten 2016 geplante Jugendtausch bei, der auch durch die Sparkassen-Spende möglich sei.

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