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Dreitagesfahrt Wesertal und Märchenstraße: Busreisende feiern in Göttingen

Silvesterparty und Stadtrundgang Dreitagesfahrt Wesertal und Märchenstraße: Busreisende feiern in Göttingen

Neujahrsvormittag in der Göttinger Innenstadt: Die Fußgängerzone wirkt beinahe wie ausgestorben. Arbeiter der Stadtreinigung beseitigen die Spuren der Silvesternacht. Aus der Tangente an der Goethealllee dringen die Bässe einer nicht enden wollenden Partynacht. Einige wenige übernächtigt aber fröhlich aussehende junge Menschen streben heimwärts.

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Am Neujahrsmorgen: Stadtführer Christian Langer (Mitte rechts) mit Besuchern aus Brandenburg auf dem Stadtwall.

Quelle: Hinzmann

Göttingen.  „Frohes neues Jahr“, rufen sie einer Besuchergruppe zu, die im Schlepptau von Stadtführer Christian Langer von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten wandert.  

Angereist sind die Gäste aus Brandenburg drei Tage zuvor im Bus, „eigentlich wollten wir Silvester in Hann. Münden buchen, aber dort waren die Hotelzimmer schon belegt“, sagt der Brandenburger Klaus Priebe.

Das Wesertal und die Märchenstraße waren Ziele der Reisegesellschaft – und natürlich eine große Party mit rund 250 Busreisenden aus anderen Regionen Deutschlands im gemeinsamen Quartier, dem ICE-Hotel, die allesamt das Silvesterfest in der südniedersächsischen Universitätsstadt verbracht haben. Trotz der vorangegangenen Silvesternacht finden sich die Brandenburger am Neujahrsmorgen pünktlich vor dem Hotel ein, um sich, aufgeteilt in zwei Gruppen, die Göttinger Innenstadt anzusehen.

Auch Stadtführer Langer beginnt seine Feiertagstour routiniert ohne Anzeichen von Müdigkeit: „ Wir sind 40 Kollegen, da ist jeder mal dran. Und dann hält man sich bei der Feierei eben etwas zurück“, sagt der Göttinger.

Erste Station der Stadtführung: das Denkmal von Charlotte Müller (1840 bis 1935) am Bahnhof, ein Göttinger Original und in ihrer Zeit älteste Marktfrau Deutschlands. Auf dem Wall, der alten Befestigungsanlage, geht es weiter zum Synagogenmahnmal, wo Langer Göttingens unrühmliche Vergangenheit als frühe nationalsozialistische Hochburg darstellt.

Erheiterung bei den Besuchern an der Pauliner-Kirche, wo Langer am Lichtenbergdenkmal über das Leben und die Lästereien und Aphorismen des geistreichen Mathematikers und Physikers erzählt: „Er war bei den Studenten sehr beliebt, bei den anderen Professoren weniger“.

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