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Düstere Straße und Nikolaistraße werden 2018 saniert

Göttingen Düstere Straße und Nikolaistraße werden 2018 saniert

Über die Neugestaltung des Platzes am Ende der Düsteren Straße vor dem Déjà Vu ist am Dienstagabend lebhaft diskutiert worden. Während einer Informationsveranstaltung der Stadt Göttingen sprachen sich rund 40 Bürger mehrheitlich für eine Beibehaltung der derzeitigen Verkehrsführung aus.

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Die Fahrbahn der 220 Meter langen Düsteren Straße wird schmaler. Statt 3,5 Meter soll sie künftig nur noch drei Meter breit sein.

Quelle: Christina Hinzmann

Göttingen. Bisher knickt die Düstere Straße an dem Platz vor der Kneipe Déjà Vu nach Westen ab. Autofahrer führen dort automatisch Schritttempo, berichtete ein Anwohner. Der Grund: Sie könnten den weiteren Verlauf der Straße nicht einsehen. Auf breite Ablehnung stieß bei den Bürgern die Planungsvariante, den Verkehr von 2018 an geradeaus weiterzuführen.

Dann würden, so befürchten Anwohner, Autofahrer erst an der Kreuzung abbremsen. Weitere Nachteile: Zwei der vier Bäume auf dem Platz müssten gefällt werden. Nutzer der Straßengastronomie säßen abends früher im Schatten als bisher. Lkw büßten Rangierfläche ein.

Platz kann nicht komplett für Verkehr gesperrt werden

Eine Göttingerin regte an, den Platz ganz für den schwachen, aber steten Autoverkehr zu sperren. Das ist nach Darstellung der Verwaltung aber nicht möglich, da Lieferfahrzeuge in diesem Fall über die Turmstraße fahren müssten. Sie hätten aber Probleme, die dortige Einmündung zu passieren.

Der Platz vor dem Déjà Vu soll ringsherum mit Pflaster eingefasst werden und selbst eine wassergebundene Decke erhalten, führte Architekt und Stadtplaner Gerold Kalkowski vom Büro Pesch und Partner aus. Für Kinder ist ein kleiner Spielbereich geplant. Eventuell stellt die Stadt dort Spielgeräte auf.

Neu gestaltet wird der Platz im Zuge des Ausbaus der Düsteren Straße und der Nikolaistraße. Die Arbeiten erfolgen in zwei Bauabschnitten zwischen März und November 2018. In dieser Zeit ist eine Durchfahrt nicht möglich. Die Arbeiten sollten eigentlich erst später beginnen, werden aber aufgrund des Baus des Kunstquartiers an der Düsteren Straße vorgezogen.

Die Fahrbahn der 220 Meter langen Düsteren Straße wird schmaler. Statt 3,5 Meter soll sie künftig nur noch drei Meter breit sein. Fahrbahn und Gehwege werden auf einer Fläche von 2100 Quadratmetern gepflastert. Auf einer Länge von 480 Metern werden Kanäle verlegt. An 44 Stellen graben Arbeiter die Straße während der neunmonatigen Bauzeit auf, um Hausanschlüsse zu erneuern.

Nikolaistraße soll asphaltiert werden

Die Fahrbahn der 210 Meter langen Nikolaistraße behält ihre Breite von 3,5 Metern und wird aufgrund des Busverkehrs wieder auf einer Fläche von 600 Quadratmetern asphaltiert. Der hohe Bordstein auf der Westseite verschwindet. „Er stellt für gehbehinderte Menschen, die die Straße überqueren wollen, eine unzumutbare Barriere dar“, erklärte der Bauausschussvorsitzende Hans Otto Arnold (CDU). Der Gehweg soll, anders als heute, auf der Höhe des Nikolaikirchhofes deutlich sichtbar als Gehweg fortgeführt werden. Dafür sprach sich eine Mehrheit der Bürger aus. In der Nikolaistraße verlegen Arbeiter auf einer Länge von 440 Metern Kanäle. Sie graben die Straße während der achtmonatigen Bauzeit an 48 Stellen auf.

„Gearbeitet wird zwischen 7 und 17 Uhr“, kündigte Stadtbaurat Thomas Dienberg an. Wenn es Probleme mit dem Zeitplan gibt, wird auch abends bis 20 Uhr sowie sonnabends gearbeitet. Die Ausschreibung soll zum Jahresende erfolgen. Auf Anwohner kommen Anliegerbeiträge zu. Diese werden in fünf bis acht Jahren nach Abschluss der Arbeiten im Sanierungsgebiet Südliche Innenstadt erhoben. „Sie werden aufgrund der Förderung nur halb so hoch ausfallen, wie das sonst bei Straßenausbaubeiträgen der Fall ist“, erklärte Arnold.

Von Michael Caspar

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