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EAM-Beteiligung abgelehnt

Risiko zu groß EAM-Beteiligung abgelehnt

Geschlossen gegen einen anteiligen Ankauf des Stromnetzes haben sich die fünf SPD-Mitglieder im Gemeinderat Niemetal ausgesprochen.

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Das ehemalige EAM-Hochhaus an der Kasseler Landstraße in Göttingen.

Quelle: Hinzmann

Varlosen / Scheden / Jühnde. Da drei Ratsherren der CDU, die eigentlich die Mehrheit hat, nicht erschienen waren, ist die Beteiligung der Gemeinde an der EAM damit vom Tisch. „Wir haben eine Chance vertan“, kommentiert Gemeindedirektor Helgo Schröder (CDU).
Die Sozialdemokraten meinen dagegen, eine Gefahr abgewendet zu haben. Sie wollten keine Bürgschaften im Gesamtwert von 850 000 Euro abgeben. Ihnen war das Risiko zu groß. Damit wird auch die Gemeinde Bühren sich nicht an der EAM beteiligen. Sie hatte ihre Zustimmung davon abhängig gemacht, dass alle Kommunen der Samtgemeinde Dransfeld beim Stromnetz-Ankauf mitmachen.

Die Gemeinderäte Jühnde und Scheden sprachen sich dagegen einstimmig für die Beteiligung aus. „Es gibt ein Risiko, aber es ist sehr gering“, erklärt Schedens Bürgermeisterin Ingrid Rüngeling (Freie Wähler). Die EAM habe den Ratsmitgliedern alle Fragen beantwortet. So würden Einnahmen aus dem Stromnetzbetrieb nicht nur zur Tilgung der für den Kauf aufgenommenen Darlehen verwendet, sondern auch für dessen Erhaltung. Bei der EAM-Vertriebsgesellschaft seien keine Verluste zu erwarten. Die Gemeinde gebe nun Bürgschaften in einer Gesamthöhe von 900 000 Euro ab, ein Novum in der Geschichte Schedens.

Nicht verkaufte Anteile, wie die von Niemetal und Bühren, verbleiben bei den derzeitigen Eigentümern, den zwölf Landkreisen und der Stadt Göttingen, erfuhr der Gemeinderat Jühnde auf Nachfrage von Samtgemeindebürgermeister Thomas Galla (CDU). Die Landkreise kauften das Netz vom Eon-Konzern und wollen ihrerseits nun die Gemeinden beteiligen. „Wir wollen die Energiewende vor Ort gestalten“, sagt Jühndes Bürgermeister Dietmar Bode (SPD). Als Miteigentümer könnten sie dafür sorgen, dass der ländliche Raum nicht eines Tages aus Kostengründen von der Stromversorgung abgehängt werde. Jühnde gibt Bürgschaften über 410 000 Euro ab.

Von Michael Caspar

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