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Ebergötzen als Tourismuszentrum

Regionalen Raumordnungsprogramm Ebergötzen als Tourismuszentrum

Eigentlich hätte die Gemeinde Ebergötzen ihre Stellungname zum Regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) des Landkreises Göttingen bereits abgeben müssen. Doch Bürgermeister Arne Behre (SPD) hat einen Aufschub bis zum 15. Dezember erwirkt: „Es handelt sich um eine dicke Schwarte, die wir da durcharbeiten müssen. Wir Ratsmitglieder stehen in Lohn und Brot, unsere zeitlichen Kapazitäten sind begrenzt.“

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Brotmuseum: Jährlich 14 000 Besucher.

Quelle: Hinzmann

Ebergötzen. Zwei Punkte, mit denen er nicht zufrieden ist, hat der Rat bereits entdeckt.

Zum einen die Nichtbezeichnung der Reitsportanlage Holzerode als sogenannte „besondere Sportanlage“. Dabei fänden dort internationale Turniere statt, so Behre, es handele sich also auf jeden Fall um eine Anlage, die die Bezeichnung verdient hätte.

Zum anderen stört es den Rat, dass die Gemeinde nicht – so wie Hann. Münden und Duderstadt – als Tourismus-, sondern lediglich als Erholungszentrum gekennzeichnet ist. Grund sind die relativ geringe Zahl an Übernachtungen. Die könnten jedoch nicht das einzige Kriterium sein, findet Behre.

Schließlich gebe es auch Tagestouristen. Und von denen habe die Gemeinde viele, ergänzte er und betonte, dass die Wilhelm-Busch-Mühle im Jahr 12 000, das Brotmuseum sogar 14 000 Besucher verzeichneten.

Darüber hinaus sei der Seeburger See ein beliebtes Ausflugsziel, wobei die genaue Zahl der Besucher schwer zu messen sei. „Schließlich muss dort niemand eine Eintrittskarte lösen.“ Der Grund, warum die Gemeinde lieber den Status Tourismuszentrum (T) statt als Erholungszentrum (E) erhalten möchte, sei finanzieller Natur, begründet Behre:

„Vielleicht sind an die Klassifizierung ja Fördermittel gebunden, dann würde ein T-Zentrum sicherlich mehr Geld als ein E-Zentrum erhalten.“

Von Hauke Rudolph

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