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Eddigehäuser drehen einen Film für das 1000-jährige Plessejubiläum

Dorf und Burg Eddigehäuser drehen einen Film für das 1000-jährige Plessejubiläum

Vorspann: Wie waren die 1000 Jahre alte Plesse und das Dorf Eddigehausen im Verlauf der Jahrhunderte miteinander verbunden? Das will die Dorfgemeinschaft Eddigehausen in einem Film darstellen, der zurzeit gedreht wird – als Beitrag zum 1000-jährigen Bestehen der Burg.

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v.l.: Wilhelm Buitkamp, Karl-Aloys Bütefisch, Dr. Gudrun Keindorf als “Adelheid von Plesse“, Ortsbürgermeister Bernd Rietig und Wolf-Dieter Gisevius.

Quelle: Hinzmann

Eddigehausen. Adelheid von Plesse alias Gudrun Keindorf, Volkskundlerin und Historikerin, hat kein Glück. Schon zweimal sollte sie – als Mitorganisatorin des Jubiläumsfilms – im Kostüm vor die Kamera treten, um den Teilnehmern einer Führung auf der Burgruine die Geschichte der Plesse näherzubringen.

Beim ersten Drehtermin fegte Sturm Niklas durch das Leinetal. Der zweite Versuch scheiterte am Dauerregen. „Wir versuchen es einfach noch mal“, sagt Keindorf, die mit ihren Kameramännern Wolf-Dieter Gisevius und Karl-Alois Bütefisch sowie einigen weiteren Mitstreitern unter einem Torbogen des Plesseaufgangs Schutz gesucht hat.

Für den Film hat sich eine Arbeitsgruppe unter dem Dach der Dorfgemeinschaft zusammengetan. „Wir wollen die Querverbindungen zwischen Dorf und Burg aufzeigen“, sagt Keindorf. Wie stand es um die Gerichtsbarkeit und die teils gemeinsame Kirchengeschichte? Eine große Rolle spielen bei der Aufarbeitung des Themas Zeitzeugenbefragungen. Auch an der Eibenwaldschule wurde gedreht. Nicht nur Schulgeschichte stand dort im Mittelpunkt.

Die vierte Klasse wird in dem Plessefilm über die Entstehung der Julianenstiftung berichten – eine mildtätige Zuwendung, die Juliane, Ehefrau des hessischen Landgrafen Moritz, aus Dankbarkeit jährlich an die Dorfbevölkerung zahlte, weil sie einen Kutschenunfall an der Plesse unbeschadet überstanden hatte.

Nicht ganz einfach für Kinder und Kameramann Gisevius, die Szene zu produzieren. „Ich musste fast lachen“, erzählt eine der jungen Darstellerinnen nach der vierten oder fünften Wiederholung.

Bis auf die Plesseführung mit Adelheid sind die Dreharbeiten jetzt weitestgehend abgeschlossen. „Wir haben die meisten Bausteine beisammen“, berichtet Keindorf. Der fertige Film soll in der Plesse-Jubiläumswoche vom 15. bis 20. September gezeigt werden.

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