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Ehemalige FKG-Abiturienten treffen sich 50 Jahre nach ihrem Abschluss

„Geh doch zurück zum Misthaufen“ Ehemalige FKG-Abiturienten treffen sich 50 Jahre nach ihrem Abschluss

Zeit für viele Weißt-du-nochs: Knapp 40 Abiturienten des Jahrgangs 1965 haben sich am Wochenende im Felix-Klein-Gymnasium getroffen.

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Gruppenbild am FKG-Eingang: ehemalige Absolventen von 1965.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. 50 Jahre nach dem Ende ihrer Schulzeit saßen sie wieder in der Aula zusammen – zu einer kleinen Feierstunde, auch wenn der derzeitige Schulleiter Michael Brüggemann mit der Aufforderung „Hefte raus!“ scherzhaft eine Arbeit ankündigte. Er verwies unter anderem darauf, dass das FKG derzeit sein 125-jähriges Bestehen begeht. Dieter Hildebrandt warb als Vorsitzender für den Ehemaligenverein, der auch schon mehr als 100 Jahre besteht.

76 Schüler hätten vor 50 Jahren in vier Klassen mit unterschiedlichen Schwerpunkten ihr Abitur gemacht, erläutert der Organisator und ehemalige Absolvent Wolfgang Buss, der als Professor am Institut für Sportwissenschaften in Göttingen blieb. Andere hatten eine weitere Anreise, so etwas Klaus Rost, der aus München kam. Damals war der heutige Kunstlehrer der einzige Bayer im Jahrgang. Der berufliche Lebensweg seines Vaters hatte ihn vorübergehend von München nach Göttingen verschlagen. Die weiteste Anreise hatte aber wohl Uwe Parl. Der Mediziner war 1974 in die USA gegangen und kam aus Florida.

Buss erinnerte in seiner mit einigen Anekdoten gespickten Festrede daran, dass der Jahrgang kurz vor einer zeitgeschichtlichen Wende sein Abitur gemacht habe. Lehrer hätten damals noch Kopfnüsse und Ohrfeigen verteilt. So mancher Alt-Nazi sei noch im Kollegium gewesen. Besonders die vom Land kommenden Schüler hätten es schwer gehabt: „Geh doch zurück zu deinem Misthaufen“, habe es geheißen, wenn die Leistungen in Mathe nicht stimmten. Nur wenige Jahre später, nachdem die 68er-Bewegung durchs Land gerollt war, hätten die Schüler am FKG teilweise über das Rauchen im Unterricht diskutiert und von einem Lehrer, mit dessen Unterricht sie nicht einverstanden gewesen seien, eine schriftliche Stellungnahme gefordert.

Nach der Feierstunde hatten die Ehemaligen noch Gelegenheit, sich in der Schule umzuschauen. Danach machte jede Klasse ihr eigenes Programm. Am Abend gab es noch ein gemeinsames Treffen in einer Kneipe.

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