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Ehemalige Mensa am Göttinger Wilhelmsplatz wird saniert

Göttingen Ehemalige Mensa am Göttinger Wilhelmsplatz wird saniert

Stuckateur Klaus Horlitz ist fast fertig: Auf dem Gerüst auf der Empore des großen Saales in der ehemaligen Mensa am Wilhelmsplatz verrichtet er letzte Arbeiten. Dann ist die aufwändige Sanierung der 400 Quadratmeter großen, mit Stuck verzierten Decke abgeschlossen. Sie ist die spektakulärste Entdeckung bei der Sanierung des um 1820 gebauten Gebäudes.

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Stuckateur Klaus Horlitz ist fast fertig mit der Sanierung.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Andere Entdeckungen in dem alten Gebäude, das seit dem Frühjahr 2014 saniert wird, waren für Rainer Bolli, Leiter des Uni-Gebäudemanagements, und Projektleiter weniger spektakulär und weniger erfreulich. Hausschwamm hatte die östliche Fassade des Gebäudes befallen. „Wir hatten sehr viele Holzwürmer in den alten Balken“, sagt Förster. Die Konsequenz: Hintere Gebäudeteile mussten abgerissen werden, das Fachwerk dort sei nicht oder nur mit sehr teuren und aufwändigen Maßnahmen zu retten gewesen. Diese sollen durch Neubauten ersetzt werden.

Bolli und Förster betonen, dass die Sanierung in enger Absprache mit der Denkmalschutzbehörde und der Stadtarchäologie erfolge. Allein die archäologische Untersuchung habe die Bauarbeiten um ein halbes Jahr verzögert. Diese sei aber nötig, weil das von Bauunternehmer Christian Friedrich Andreas Rohns gebaute Haus sich auf dem Gelände des ehemaligen Barfüßerklosters befindet, das um 1300 gegründet wurde. Bolli  rechnet nun damit, dass die Sanierung bis zum Herbst abgeschlossen werden kann.

Inzwischen sind im Inneren des Gebäudes, das mit seinen beiden Flügeln die südwestliche Ecke des Wilhelmsplatzes fasst, die nachträglich eingebauten Wände und Decken abgerissen worden. So wurde die ursprünglich Raumaufteilung wieder hergestellt. Ein Tagungszentrum mit 400 Plätzen will die Universität hier eröffnen. 2,3 Millionen Euro hat sie für die Sanierung veranschlagt. „Das wird aber keine Punktlandung“, kündigt Bolli an.

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