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Ehemaliges IWF-Gebäude in Göttingen soll ab Oktober Flüchtlingswohnheim werden

Flüchtlinge Ehemaliges IWF-Gebäude in Göttingen soll ab Oktober Flüchtlingswohnheim werden

Eine Flüchtlingsunterkunft am Nonnenstieg ist so gut wie beschlossene Sache. Die Verhandlungen mit den Eigentümern des Gebäudes des ehemaligen Instituts für den wissenschaftlichen Film (IWF), der Göttinger EBR Projektentwicklungs GmbH, sind fast abgeschlossen. Wie Sozialdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck (SPD) am Dienstag im Sozialausschuss des Rates mitteilte, sei man „in der Schlussrunde“ der „dezidierten Verhandlungen“. Die Verträge seien zwar noch nicht fertig. „Wir gehen aber definitiv von einer Anmietung des IWF-Gebäudes aus.“

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Das ehemalige Gebäude des Instituts für den Wissenschaftlichen Film soll ab Oktober Flüchtlingsunterkunft werden.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Die Verwaltung hofft auf einen baldigen Abschluss. Das Wohnheim soll möglichst am 1. Oktober eröffnet werden und Platz für rund 150 Flüchtlinge bieten. Das Gebäude soll auf Kosten des Eigentümers nach Vorgaben der Verwaltung umgebaut werden, damit es auch als Unterkunft für Flüchtlinge genutzt werden kann. Unter anderem sollen Nasszellen, Gemeinschaftsräume und Küchen eingerichtet werden.

Schlapeit-Beck: „Die Vergütung erfolgt dann über die Miete.“ Der Mietvertrag ist zunächst auf drei Jahre befristet, mit einer Option auf eine zweijährige Verlängerung. „Die Verwaltung hätte sich gerne gleich einen längeren Vertrag gewünscht, der Besitzer aber wollte die Staffelung“, so Schlapeit-Beck.

Sobald die Verträge unterzeichnet seien, werde man die Betreiberschaft für das Flüchtlingswohnheim am Nonnenstieg ausschreiben, so die Sozialdezernentin. Das werde ähnlich ablaufen wie bei der Flüchtlingsunterkunft auf den Zietenterrassen.

Unterdessen ist das dafür vorgesehene Gelände an der Hannah-Vogt-Straße am Mittwoch eingezäunt worden. Auch ein Bagger war zu sehen. Grund seien Vorbereitungen für die Erdarbeiten, die ab Montag nächster Woche beginnen sollen, erklärte Verwaltungssprecher Detlef Johannson auf Anfrage. Für diese Arbeiten gebe es eine Teilbaugenehmigung. Das Gelände werde für die Errichtung der Flüchtlingsunterkunft vorbereitet. Das eigentliche Gebäude werde vorab in Fertigbauweise erstellt und frühesten ab Ende Juni aufgestellt. „Derzeit läuft dazu noch das Bauantragsverfahren“, sagte Johannson. Die Unterkunft auf den Zietenterrassen soll dieses Jahr fertiggestellt werden und 180 Flüchtlingen Platz bieten.

Von Andreas Fuhrmann und Britta Bielefeld

aktualisiert am Dienstag, 12. Mai, 18.40 Uhr

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