Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Ehrenamtliche Helfer beim Sparkassen und VGH Cup Göttingen

Kunstrasen-Klima Ehrenamtliche Helfer beim Sparkassen und VGH Cup Göttingen

Vorbereitung ist alles. Vor allem, wenn es um Europas größtes Hallenfußballturnier für unter 19-Jährige (A-Jugend) geht. In diesem Jahr arbeiten 20 ehrenamtliche Organisatoren sowie rund 130 Helfer aus den Vereinen JSG Lenglern/Harste und FC Grone für den Sparkasse & VGH-Cup.

Voriger Artikel
Gefahrgutunfall bei Göttingen: Abtransport der Giftfässer in der Kritik
Nächster Artikel
Kulturdezernentin Schlapeit-Beck fordert mehr Geld für Kultur

Es grünt in der Lokhalle: Dirk Kleinhans und Ecki Prommer (von links) vom Technikteam befestigen ein Tor auf dem Kunstrasen.

Quelle: Heller

Göttingen. „Damals galt Magdeburg als Favorit“, sagt Andreas Riedel. Damals – 1989, beim ersten Cup – war auch noch einiges anders, erzählt der Organisator für Logistik des kommenden Wettstreits.

Das Turnier hatte zu Beginn im Jahr 1989 eher einen regionalen, höchstens nationalen Charakter und hieß Sports Aquarius Cup. Die Fußballer spielten noch in der Göttinger Godehardhalle und Riedel war kein Organisator, sondern Spieler.

Seit Längerem zeigen neben dem regionalen Nachwuchs auch die U-19-Spieler von internationalen Top-Vereinen, wie PSV Eindhoven und Fulham FC, oder von Hannover 96 und dem VfL Wolfsburg aus der Bundesliga ihr Können. Die Vorbereitungen für das Turnier laufen „über das ganze Jahr verteilt“, sagt Lutz Renneberg. „Schon jetzt planen wir für 2016“ berichtet der Organisationsleiter.  

Einige der Organisatoren waren schon beim ersten Cup vor 26 Jahren verantwortlich für die Veranstaltung. Zum Beispiel Jörg Henkelmann. Beim U-19-Turnier ist der 49-Jährige auch für Sponsorenbetreuung sowie den VIP-Bereich zuständig und will für ein „Rundum-freundlich-Paket“ sorgen.

„Seit drei Jahren sind wir in der glücklichen Lage“

Einmal bat ihn Clarence Seedorf, der unter anderem für Ajax Amsterdam, Real Madrid oder den AC Mailand spielte, um einen Gefallen. Beim Turnier 1991 fragte der damals 16-jährige, niederländische Nachwuchsfußballer Seedorf, ob Henkelmann nicht seine Musikkassette einlegen könne, erzählt der Organisator.

Außerdem lernte der Sponsoren-Betreuer beim Cup Fußballer und Trainer wie Thomas Schaaf, Dieter Hecking, Gerd Müller oder Mirko Slomka sowie Politiker wie Thomas Oppermann (SPD) kennen.

Die Aufbauarbeiten in der Lokhalle beginnen meist ein paar Tage vor dem Turnier. „Seit drei Jahren sind wir in der glücklichen Lage, dass wir kurz nach Neujahr in die Halle können“, sagt Riedel. Bessere Planung sei so möglich und der Kunstrasen, der unter anderem mit der selbst getischlerten Bande aus dem Lager geholt werden muss, könne sich akklimatisieren.

Seit vergangener Woche bauen die Helfer des Turniers und der Lokhalle neben vielen anderen Dingen die Sitzplatztribünen für rund 3000 Menschen sowie die im vergangenen Jahr neu angeschafften Stehplatztribünen für etwa 250 Personen auf.

Beim Turnier „werden sich die Topclubs zu Beginn nicht in die Karten schauen lassen“, sagt Riedel. Erst Sonntag, so vermutet er, „wenn es um etwas geht“, werden sie ihr gesamtes Können zeigen. Der 43-Jährige berichtet aus Erfahrung. 1989, nachdem die Initiatoren beim ersten Turnier beschlossen hatten, Teams aus dem Osten Deutschlands einzuladen, gewann er mit Wacker Nordhausen den Titel.

Von Friedrich Schmidt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Der Wochenrückblick vom 3. bis 9. Dezember 2016