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Ein einziger Wangenabstrich kann Leben retten

Typisierungsaktion an der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule Ein einziger Wangenabstrich kann Leben retten

Mund auf, Wangenabstrich: Schüler der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule in Göttingen haben am Mittwoch eine Typisierungsaktion für potenzielle Knochenmarkspender organisiert.

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Ein Wangenabstrich identifiziert Gewebemerkmale, die für die Kompatibilität ausschlaggebend sind also dafür, ob möglicher Empfänger und Spender zusammenpassen.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Im Klassenraum herrschte dichtes Gedränge bei der Typisierungsaktion, mit der Sina Kantelhardt gemeinsam mit anderen Schülern „potenzielle Lebensspender“ dazu bringen wollte, sich als Knochenmarkspender für Leukämiepatienten registrieren zu lassen. „Eigentlich gar nichts“ wusste sie über das Thema Leukämie, bis ihr Vater gesagt habe: „Mensch, ihr seid doch im besten Alter für eine Typisierungsaktion."

„Je jünger, desto besser“, bestätigt Martin Quarg von der deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS). Mit einer Informationsveranstaltung hat die DKMS die Schüler bei ihrem Projekt unterstützt und außerdem die Registrierung realisiert. Dabei ist das Prozedere einfach: Ein Fragebogen solle Auskunft über mögliche Vorerkrankungen geben, ein Wangenabstrich identifiziere Gewebemerkmale, die für die Kompatibilität ausschlaggebend SEIEN, also dafür, ob möglicher Empfänger und Spender zusammenpassen, erklärt Quarg.

Anschließend werden die volljährigen Spender angeschrieben, falls ein passender Empfänger gefunden wird. Quarg zufolge funktioniert die Knochenmarkspende heute meist ohne Operation. Sofern der Spender zustimme, werde, ähnlich wie bei einer Plasmaspende, das Knochenmark aus fließendem Blut gefiltert. Für Leukämiepatienten lägen die Heilungsschancen dann, je nach Erkrankungstyp, bei 40 bis 80 Prozent, so Quarg.

Das „Leben retten“ ist für die Schüler wie Lena Kramer jedenfalls ausschlaggebend: Nach der Informationsveranstaltung hat sie sich zur Registrierung entschieden. Dass es „jemand völlig fremdes" sei, der ihr Knochenmark bekommt, stört sie nicht. Wenn eine Freundin erkrankt wäre, würde sie auch Spenden - und "jeder Erkrankte ist schließlich irgendjemandes Freund oder Freundin." hö

Spendenkonto:

Registrierung und Untersuchung eines Knochenmarkspenders kosten der DKMS zufolge rund 40 Euro. Die DKMS finanziert kostenlose Typisierungsaktionen deshalb über Spenden, die unter Angabe des Aktionskürzels "BIZ 406" an die DKMS überwiesen werden können: Deutsche Knochenmarkspenderdatei, IBAN: DE64 6415 0020 0000 2555 56, BIC SOLADES1TUB (Kreissparkasse Tübingen)

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