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Eine echte „Integrationshalle“

Neue Sporthalle auf den Zietenterrassen Eine echte „Integrationshalle“

Auf den Zietenterrassen, direkt neben der Flüchtlingswohnanlage, wird in Kürze eine neue Sporthalle stehen. Unter der Ägide des ASC sollen Flüchtlinge, Helfer und Anwohner hier die Möglichkeit haben, Sport zu treiben, aber auch Feste zu feiern, sich zu treffen und Kontakte zu knüpfen.

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Alle packen mit an:  Mohammed el Abdallah, Lena Urban (Freiwilligen-Dienstlerin), Feras Zaghal, Morten Görlitz (Freiwilligen-Dienstler) und Marc Zimmermann (Koordinator Integrationsprojekt) (von links).

Quelle: Harald Wenzel

Göttingen. „Die Halle ist ein Juwel“, freut sich ASC-Vorstand Jörg Schnitzerling. Sie stehe allen Flüchtlingen in Göttingen, ihren Helfern und den Bewohnern der Zietenterrassen offen und sei daher eine echte „Integrationshalle“.

Rund 440000 Euro kostet das Projekt zwischen Hannah-Vogt-Straße und Ehrengard-Schramm-Weg insgesamt. Die Stadt hat die Entsorgung des Bodens und die Herstellung eines bebauungsfähigen Untergrunds bezahlt. Der Bau selbst wurde aus Mitteln des Landessportbunds für Flüchtlingsarbeit, der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung und der Klosterkammer Hannover finanziert. Die Erdarbeiten begannen Mitte Januar, die Bautätigkeiten Mitte Februar. In rund eineinhalb Wochen soll die Halle eröffnet werden können, so Gregor Brune vom verantwortlichen Architekturbüro Brune + Brune.

Die Halle, die von einer Stahlkonstruktion getragen wird, ist 30 Meter lang, 15 Meter breit und rund sieben Meter hoch. Sie verfügt über eine schallschluckende Verkleidung aus Mineralwolle und Holzlattengeflecht und weiteren schallvermeidenden Elementen, beispielsweise Basketballbretter aus Metallgitter anstatt Acrylglas. Und sie hat nur drei Wände, sie ist also auf der Seite, die der Flüchtlingsunterkunft zugewandt ist, offen.

Damit soll die Zugänglichkeit des Gebäudes betont werden. Fußball-, Basketball- und Volleyballspiele sollen hier ausgetragen werden. Außerdem sind bisher Kinderturnen, Kinderfolklore und die Freestyle-Sportart Parkour geplant. Aber auch Feiern können ausgerichtet werden. Benutzt werden darf die Halle jeweils bis zu acht Stunden an den Wochentagen und sechs Stunden an den Wochenenden. Im nur wenige Meter entfernten ASC-Zentrum liegt ein Hallennutzungsplan aus, in den sich Interessenten eintragen können. Dort sind auch die Utensilien wie Netze und Bälle erhältlich.

In dieser Woche verlegte eine Gießener Spezialfirma den Bodenbelag, der extra für Sportzwecke entwickelt wurde. Sechs Flüchtlinge, fünf Syrer und ein Iraker, packten mit an. „Ganz schön anstrengend“, sagte Feras Zaghal (20) lachend, und wischte sich den Schweiß von der Stirn, „macht aber Riesenspaß“. Er finde den Bau der Halle „fantastisch“, berichtete Mohammed Abdullah (27). Er freue sich schon darauf, endlich wieder Volleyball spielen zu können.

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