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Eine festgefügte Welt gerät ins Wanken

Schnurz-Theater spielt „Das Haus der Bernarda Alba“ Eine festgefügte Welt gerät ins Wanken

  „Das Haus der Bernarda Alba“ ist das neue Stück des Göttinger Schnurz-Theaters in der Saison 2016. "Eindrucksvoll" hat das Amateur-Ensemble am Sonnabend in der Weender Festhalle die dritte von acht Vorstellungen gegeben, die es an wechselnden Orten aufführt.

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Mit seinem 1936 erschienenen Stück wendet sich Autor Frederico Garcia Lorca gegen die Unterdrückung der Frau sowie das Heraufziehen des Faschismus – zwei Monate nach der Uraufführung wurde er von Franco-Anhängern ermordet.

Quelle: PH

Göttingen. Es ist eine Familientragödie mit hoher Aktualität: Bernarda Alba (Beate Fromm) regiert auf ihrem Gut in der spanischen Provinz mit harter Hand. Als sich drei ihrer fünf Töchter in den gleichen Mann verlieben, gerät die festgefügte Welt ins Wanken, und schließlich kommt es zur Katastrophe.

Die nächsten Aufführungen:

Sonnabend, 12. März, im Klinikum, Donnerstag, 31. März, Freitag, 1. April und Sonnabend, 2. April, in der Musa, sowie Sonnabend, 9. April, in der Stadthalle Dransfeld.

Mit seinem 1936 erschienenen Stück wendet sich Autor Frederico Garcia Lorca gegen die Unterdrückung der Frau sowie das Heraufziehen des Faschismus – zwei Monate nach der Uraufführung wurde er von Franco-Anhängern ermordet.

Das Ensemble besteht aus elf Schauspielerinnen und einem Schauspieler sowie vier hinter der Bühne Mitwirkenden. Die Proben haben ein halbes Jahr in Anspruch genommen.

Regisseur Udo Wilmering hat eine neue Rolle hineingeschrieben – die des Frederico Garcia Lorca (Alexander Köneke) persönlich, der den Zuschauern in kurzen Monologen von seinen Gedanken und Intentionen beim Schreiben des Stücks berichtet. Apropos Zuschauer: Von denen fanden am Sonnabend nur 36 den Weg in die Festhalle.  

„Ein paar mehr hätten es schon sein können“, fand Wilmering, freute sich dann jedoch umso mehr über den kräftigen und langanhaltenden Applaus. „Toll, wie ausdrucksstark sie spielen“, sagte eine Bovenderin (61), und eine Göttingerin sprach von „außerordentlich hochwertigem Theater“.

„Viele der Freiheiten, die wir heute für selbstverständlich annehmen, mussten erst hart erkämpft werden“, sagte Dietmar Raab (60), „daran sollten wir uns immer erinnern“.

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