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„Blumenkinder“ säen Hanf im Stadtgebiet

Göttingen „Blumenkinder“ säen Hanf im Stadtgebiet

Wieder hat die Gruppe „Einige Autonome Blumenkinder“ gesät und wieder ist ihre Saat aufgegangen. Wie in den Jahren zuvor sprießt derzeit Hanf an zahlreichen Stellen im Göttinger Stadtgebiet - etwa hinter der Fakultät für Chemie, hinterm Klinikum oder an der Schillerwiese.

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Es blüht wieder auf öffentlichen Plätzen in Göttingen.

Quelle: r

Göttingen. „Legalize it! Ärgert die Behörden, bis sie aufhören, uns zu ärgern!“ gelte auch in diesem Jahr, heißt es in einer Mitteilung der Blumenkinder. So weigere sich Deutschland noch immer „vehement“ gegen eine Legalisierung, obwohl es immer mehr Beispiele gebe, die zeigten, dass die Legalisierung funktioniere. So legalisiere Kanada Cannabis im Juli. „Damit hat sich ein weiteres Land in die Reihe der Nationen angereiht, die verstanden haben, dass die Prohibition von Cannabis längst gescheitert ist“, heißt es.

„Trippelschritte“

Deutschland dagegen bewege sich weiterhin nur mit „Trippelschritten“. Zwar sei hier eine Cannabis-Therapie bei einigen chronischen Krankheiten möglich und müsse aber durch die Krankenkassen bezahlt werden. „Das reicht uns aber nicht aus. Immer noch werden unbescholtene Konsumenten verfolgt, die nicht zu viel schädlicheren Volksdroge Alkohol greifen wollen“, argumentieren die Blumenkinder.

In den Jahren zuvor hatte die Aussaat stets die Göttinger Polizei und Mitarbeiter der Stadt beschäftigt: Die Pflanzen wurden abgemäht, die Mahd getrocknet, um dann den Gehalt an Tetrahydrocannabinol (THC) zu bestimmen. Ermittlungsverfahren wegen Verdachts auf Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz wurden von der Polizei eingeleitet.

Inzwischen hat sich die Grüne Jugend Göttingen (GJ) mit den Blumenkindern solidarisiert. Sie fordern eine „vollkommene Legalisierung von Cannabis und eine Entkriminalisierung der Konsumenten“. Das Verbot von Cannabis spiegele nicht die tatsächliche Gefährlichkeit der Pflanze wider. „Im Gegenteil: Es sind Drogen in der BRD erlaubt, neben denen das Verbot von Cannabis unverhältnismäßig erscheint. Alkohol und Tabak bergen deutlich größere gesundheitliche Risiken“, heißt es in einer Mitteilung der GJ. Die Kriminalisierung von Cannabis-Konsums sei absolut absurd und realitätsfern. „Kiffen gehört für viele Menschen zum Alltag dazu.“

Fotowettbewerb der GJ

Die GJ ruft wie in den vergangenen Jahren zu einem Fotowettbewerb auf. Fotos von Hanfpflanzen können an goettingen@gj-nds.de geschickt werden, welche dann über den Twitter-Kanal @gjgoettingen unter dem Hashtag #PotCityGoe veröffentlicht werden. Erste Bilder gibt es bereits unter: gturl.de/potcitygoe

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