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Einigkeit und Recht und Freiheit

Marktumfrage Einigkeit und Recht und Freiheit

Die Junge Union (JU) will die Deutsche Nationalhymne im Grundgesetz verankern. Anders als die schwarz-rot-goldene Flagge ist die Hymne nämlich nicht in der Verfassung festgeschrieben. Was die Göttinger von dem Vorschlag halten, hat das Tageblatt auf dem Wochenmarkt nachgefragt.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. „Warum nicht. Andere Länder machen es ja schließlich auch“, sagt Bernd Gehrke aus Roringen. Seine Frau Angela von Thun Gehrke pflichtet ihm bei. Frank David aus Geismar hat auch nichts dagegen. „Heute wird immer noch schräg geguckt, wenn man ein wenig patriotisch wird“, so David. Irene Buberti aus Göttingen findet den Vorschlag der JU gut. „Das gehört sich so für uns als Deutsche.“

Laura Meincke aus Göttingen meint, es ist „förderlich, wenn wir wieder ein Gefühl dafür bekommen, dass wir ein Land sind“. Außerdem sei Deutsch ebenfalls nicht als Amtssprache im deutschen Grundgesetz verankert, erklärt sie. Bei den Franzosen hingegen sei das bei deren Landessprache der Fall. Es sei Zeit, dass die Deutschen ihre Hymne eintragen, meint sie.

Mirja Bauer aus Göttingen ist sich nicht sicher, was der Antrag bringen soll. „Ich habe nicht so den Deutschland-Bezug“, erläutert die junge Göttingerin.

„Eigentlich finde ich es albern, dass eine Regelwut an den Tag gelegt wird“, sagt ein Göttinger, der nicht mit Namen genannt werden möchte. Er sieht den Vorschlag als „vorweihnachtlichen politischen Aktionismus“ an. Eine andere Göttingerin, die ebenfalls anonym bleiben möchte, steht dem Thema leidenschaftslos gegenüber. Ihre Generation sei durch die Erziehung der Eltern kritisch gegenüber dem Nationalismus aufgewachsen.

Von Björn Lorenz

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