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Einschläfer-Vorschlag: Klute tritt aus CDU Friedland aus

Shitstorm bei Facebook Einschläfer-Vorschlag: Klute tritt aus CDU Friedland aus

Der Friedländer  Nachwuchspolitiker Stefan Klute ist aus der CDU ausgetreten. Am Sonnabend hat Gemeindeverbands-Vorsitzende Annette Wollenweber die Austrittserklärung in ihrem Briefkasten gefunden. Klute legt auch alle Ämter nieder.

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Quelle: Warmuth/dpa (Symbolfoto)

Friedland. Er war zuletzt Schriftführer der CDU und dem Finanzausschuss beigeordnet. Der Politiker war nach der jüngsten Finanzausschusssitzung in die Kritik geraten, weil er – angeblich im Namen der Gruppe CDU/Grüne – gefordert hatte, dem Tierschutzverein alle Zuschüsse zu streichen.

Daraufhin war er in den sozialen Medien kritisiert worden. Als Klute auch noch auf der Facebook-Seite des Tierschutzvereins Friedland forderte, streunende Tiere einzuschläfern, brach ein Shitstorm gegen ihn los. Klutes Eintrag: „Und wenn man überhaupt das Problem lösen will, sollte man die Tiere fangen und direkt einschläfern. Dafür braucht man aber kein teures Tierheim, finanziert durch Steuergelder!“

Prompt hagelte es Kritik von Tierfreunden. Ronald Schminke, Landtagsabgeordneter der SPD und von Klute in dessen beruflicher Eigenschaft als Finanzbeamter mutmaßlich „regelrecht verfolgt“, kritisierte den CDU-Mann scharf: „Von einem Finanzberater sollte man erwarten dürfen, dass er die geltende Rechtslage prüft, bevor er solche Vorschläge macht. Der Mann zeigt eine abstoßende Gefühlskälte. Die Tierschützer sind mit Fug und Recht aufgebracht.“

Klute war zuvor auch schon bei vielen Vereinen in der Kritik, weil er als zuständiger Mitarbeiter des Finanzamtes für zahlreiche zweifelhafte Entscheidungen zur Gemeinnützigkeit von Vereinen – speziell solchen mit SPD-Politikern in Vorstand oder Mitgliedschaft – verantwortlich war.

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