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Eltern sind froh, dass es endlich los geht

Kinderkrippe am Kindergarten Angerstein Eltern sind froh, dass es endlich los geht

Seit Montag ist die neue Krippe am Kindergarten Angerstein in Betrieb, heute, am 15. Januar, wird sie offiziell eröffnet. Für die Kinder läuft jetzt die Eingewöhnungsphase.

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Noch in der Eingewöhnungsphase: Die Kinder der neuen Kinderkrippe am Kindergarten Angerstein leben sich ein.

Quelle: Hinzmann

Munter läuft die kleine Lea durch den zart blau-gelben Raum. Mal inspiziert sie die Krabbelelemente, dann greift sie die Mütze von der kleinen Mia und versucht sie sich aufzusetzen. Um ihre Mutter, Anna-Lena Heise, kümmert sich der kleine Wirbelwind am dritten Tag ihres Krippendaseins jedenfalls nicht. Am Montag war der erste Tag in der neuen Krippe am Kindergarten Angerstein, zwei Tage später scheint sich Lea schon zu Hause zu fühlen. „Wir arbeiten nach dem Berliner Modell“, erklärt Erzieherin Dörte Neumann. Zusammen mit Mutter, Vater, Oma oder Opa kommen die Kinder und bleiben an den ersten drei Tagen nur für eine Stunde. Erst am vierten Tag bleiben die ein- bis dreijährigen Kinder zum ersten Mal allein in der Gruppe - für eine habe Stunde ungefähr. Ab der zweiten Woche sind die Bezugspersonen nur noch in Rufbereitschaft. Bis sich die Kinder völlig eingewöhnt haben, dauert es laut Neumann etwa vier bis fünf Wochen. „Hast Du Angst vor der Trennung“, fragt Neumann Mutter Ramona Stelter. „Nö“, sagt die 22-Jährige. In ihrer Mutter-Kind-Kur sei Tochter Zoe Clarissa schon in Betreuung gewesen, und das ohne Eingewöhnungsphase. Auch Studentin Anna-Lena Heise (27) aus Bishausen nimmt es gelassen. Seit Oktober hatte sie für ihre Tochter eine Tagesmutter. Nun ist sie froh, dass der Krippenalltag losgeht.

Acht Krippenplätze seien schon besetzt, sagt Neumann. Im Mai werde die Einrichtung mit 15 Kindern voll ausgelastet sein. Neumann ist froh, dass die Gemeinde als Träger nicht nur die vorgeschriebenen zwei Stellen für sie und Erzieherin Carina Bergmann, sondern auch eine dritte bewilligt hat; Kinderpflegerin Heidi Reihers füllt sie aus. Gerade bei den Mahlzeiten und beim Wickeln seien zwei Hände mehr sehr hilfreich. Gern zeigt Neumann den Schlafraum mit kleinen Betten, Körbchen oder Matratzen und den großzügigen Waschraum mit den winzigen Toiletten und der Dusche, „wenn mal was daneben geht“.
Architekt Manfred Mocha hat den Krippenbau am Kindergarten Angerstein geplant und mit regionalen Firmen umgesetzt. Durch Verzögerungen bei Erteilung der Baugenehmigung und beim Bau musste die Eröffnung vom zuletzt vorgesehenen Termin im Dezember auf Anfang Januar verschoben werden. Laut Nörtens Hauptamtsleiterin Anke Bottek liegen die Baukosten bei 275 000 Euro. Gemäß der Förderrichtlinie „Investitionen Kinderbetreuung“ rechnet der Flecken mit Landeszuschüssen in Höhe von 217 000 Euro.

Ute Lawrenz

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