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Emmaus-Gemeinde Nörten plant Blockheizkraftwerk

Mehr Wärme für Christuskirche Emmaus-Gemeinde Nörten plant Blockheizkraftwerk

In der Christuskirche soll es wärmer werden. Ein Blockheizkraftwerk mit Nahwärmenetz ist für die evangelische Kirche geplant. Wenn die evangelische-lutherische Landeskirche in Hannover das Konzept genehmigt, sollen die Arbeiten im Frühjahr losgehen.

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Joachim Ott, Wolfgang Kohlt, Pastor Wolfgang Schillak, Frank Wagner, Jochen Rauterberg, Peter Heppner (von links) vor Ort.

Quelle: Lawrence

Nörten-Hardenberg. Von außen ist die Nörtener Kirche nach drei Jahren Arbeit wieder schön, nun soll sie auch von innen mehr Wärme ausstrahlen.

„Es gehört nicht zu unserer Tradition, dass wir Gottesdienst mit Kanonenschlägen feiern“, beschreibt Pastor Wolfgang Schillak humorvoll die Situation. Weil die alte Dampfheizung Beiluft zieht, knalle es hin und wieder auch während einer kirchlichen Feier. Rund 100 000 Euro hätte der Austausch gegen eine zeitgemäße Ölheizung verschlungen. Die Emmaus-Gemeinde sah keine Finanzierungsmöglichkeiten.

Weil Schillak Stromberatung für den Ankerladen brauchte, konsultierte er die Freie Energieberatung (FEB). Mit ihrem Geschäftsführer Joachim Ott entstand ein Nahwärmekonzept für die evangelische Gemeinde. Ein Blockheizkraftwerk im Keller des Gemeindehauses soll dort künftig für Wärme sowie  im Pfarrhaus und in der Kindertagesstätte sorgen. Grünes Licht für die Leitungen habe das benachbarte Rathaus schon gegeben.

Mit dem Strom, der als Nebenprodukt produziert wird, soll die Kirche wärmer werden. Eine Infrarotheizung ist vorgesehen. Sie entspreche den Belangen der Denkmalpflege, bestätigte Frank Wagner vom Amt für Bau und Kunstpflege der evangelischen Landeskirche in Göttingen. Als Vorteil für die Gemeindearbeit sieht Schillak die konstante Temperatur für die Kirche. Außerdem werde im Innenraum weniger Staub aufgewirbelt.

Mit dem Umweltmanagement der Landeskirche „Der grüne Hahn“ wird die Maßnahme realisierbar. Der Anschluss der Gemeinden an dieses System ist Voraussetzung dafür, dass Mittel von dort fließen. „Emmaus geht grün“, resümiert Schillak und wünscht sich, dass auf lange Sicht mehr Geld für die Gemeindearbeit frei wird. Allein Spenden und Kollekten stünden jetzt für inhaltliche Arbeit zur Verfügung.

Für das Blockheizkraftwerk rechnet der Nörtener Pastor mit einer Investitionssumme von etwa 200 000 Euro. Vielleicht 175 000 Euro könnten über Zuschüsse fließen, hofft er.

Von Ute Lawrenz

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