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Empfang im Weender Krankenhaus in Göttingen

Mammutaufgabe Fusion und täglich 100 Flüchtlinge Empfang im Weender Krankenhaus in Göttingen

Das Thema Flüchtlinge ist auch beim Jahresempfang des Evangelischen Krankenhauses Weende (EKW) eines der zentralen Themen gewesen.

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Jahresempfang des Evangelischen Krankenhauses Weende (EKW) in Göttingen.

Quelle: Hartwig

Göttingen. „Vor drei Jahren hatten wir noch täglich fünf bis zehn Patienten aus dem Lager Friedland, heute kommt von dort täglich ein Bus mit 100 Menschen zur ärztlichen und radiologischen Erstuntersuchung“, sagte Prof. Michael Karaus, ärztlicher Leiter des EKW.

Nach der Begrüßung der mehr als300 Gäste von Aufsichtsratsvorsitzenden Heinz Behrends blickte Karaus dann auf ein erfolgreiches Jahr zurück: „Wir sind 2015 als Belohnung für die letzten Jahre mit steigenden Patientenzahlen erneut gewachsen und haben am Standort Weende zwölf weitere Planbetten vom Ministerium zugewiesen bekommen“, so Karaus.

Insgesamt verfüge das EKW nun über 433 Akutbetten, 64 geriatrische Reha-Plätze und 104 Akutbetten am Standort Neu-Mariahilf. „Das ist ein toller Erfolg“, so Karaus, der dafür auch seinen Mitarbeitern dankte. 22 weitere Vollzeitstellen seien 2015 geschaffen worden. Und: „Die Integration von Neu-Mariahilf war natürlich die Mammutaufgabe des Jahres.“

Die halbe Wegstrecke sei geschafft. Am Standort Neu-Mariahilf am Waldweg werden künftig die Schwerpunkte Orthopädie und Gefässchirurgie ansässig sein, die Geburtshilfe soll nach Weende umziehen. Entgegen dem Trend habe man in Neu-Mariahilf mehr Geburten als im Vorjahr verzeichnet. „Wenn man zwei Häuser zusammenführt“, so Karaus weiter, müsse man auch die Kulturen beider Häuser zusammenführen. Daran arbeite eine Projektgruppe unter der Leitung von Behrends.

Zudem wurde 2015 kräftig im Baubereich investiert – mehr als  fünf Millionen Euro. "Weende baut gerne", so Karaus. Und ähnlich geht auch 2016 weiter. „Die Krankenpflegeschule wird zum 1. März in das ehemalige Verwaltungsgebäude von Neu-Mariahilf umziehen, in Neu-Mariahilf planen wir Anbauten, das Hospiz wird nach Umbau an den Waldweg umziehen“, sagte Karaus.

Und: „Das Parkhaus soll hier in Weende endlich gebaut werden, wenn auch die letzten administrativen Hürden genommen sind“.  Großprojekte für die kommenden Jahre seien dann ein Ärztehaus und der Neubau für den Umzug der „Lengleraner nach Weende“.

Karaus kritisierte aber auch die „Steigerung des bürokratischen Aufwandes“ durch das neue Krankenhausgesetz. Vor allem den MDK, den medizinischen Dienst der Krankenkassen kritisierte er als „Abrechnungskontrolleur und als interessensgelenkte Gruppe mit dem einzigem Ziel, die Kosten für die Krankenkassen zu senken.“

2015 habe man beim Jahresergebnis „einmalig den Wachstumspfad verlassen und nur das Leistungsziel des Vorjahres erreicht“, so Karaus. 2016 wolle man aber wieder steigende Leistungszahlen erreichen. Das Motot dafür sei „Wachstum und Wandel im Dienste des Menschen.“

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