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Endgültiges Aus für Golfplatz in Göttingen

Beschluss Endgültiges Aus für Golfplatz in Göttingen

Das Thema Golfplatz ist vom Tisch. Am Montag hat der Verwaltungsausschuss des Rates mehrheitlich gegen die Stimmen der SPD einen Schlussstrich unter die vor einem Jahr begonnene Diskussion gezogen.

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In Geismar wird es keinen Golfplatz geben.

Quelle: Hinzmann

Göttingen/Geismar. Die Mitglieder des Gremiums folgten in der jüngsten Sitzung des nicht-öffentlich tagenden Verwaltungsausschuss einem Antrag der Grünen. Damit soll die Verwaltung beauftragt werden soll, "die Einrichtung eines Golfplatzes aus dem Flächennutzungsplan zu streichen und bei den konzeptionellen Überlegungen zur Neugestaltung des Flächennutzungsplans nicht weiter zu berücksichtigen", erläutert Verwaltungssprecher Detlef Johannson.

Keine Diskussionen über alternativen Standort

Die ursprünglich als öffentlicher Golfplatz vorgesehene Fläche im Göttinger Süden solle im Landschaftsschutzgebiet bleiben. Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) habe noch während der Sitzung zugesagt, bei der Erarbeitung des Vorentwurfs für den neuen Flächennutzungsplan entsprechend zu verfahren, sagte Johannson. Eine Diskussion über alternative Standorte für einen Golfplatz in Göttingen seien nicht bekannt.

Die CDU/FDP-Ratsgruppe habe diese Entscheidung nicht nur mitgetragen, sondern begrüße diese ausdrücklich, sagte Hans-Georg Scherer, Vorsitzender der CDU/FDP-Ratsgruppe am Dienstag. „Wir haben momentan und auch langfristig in Göttingen wirklich andere Sorgen als die Reservierung von 700000 Quadratmetern für einen Golfplatz", sagte Scherer. „Bereits im Mai des letzten Jahres hatten wir uns nach einer eingehenden öffentlichen und internen Debatte mit deutlicher Mehrheit so entschieden.“

Ratswillen aufgehalten

Die nun erfolgte Streichung des Golfplatzes aus dem Flächennutzungsplanes geht auf einen Ratsantrag aus dem Juli 2015 zurück. Eine Entscheidung durch den Verwaltungsausschuss sei nötig geworden, nachdem der Umweltausschuss und der Bauausschuss Ende des Jahres unterschiedlich abgestimmt hatten.

"Am Beispiel der Golfplatzplanung im Flächennutzungsplan konnte jeder interessierte Bürger sehen, wie eine SPD-Minderheit im Rat durch die ,günstige" Besetzung' von Verwaltungsposten den eigentlichen Ratswillen über einen längeren Zeitraum hat aufhalten können", kritisierte Pirat Martin Rieth. So habe die Verwaltung den Ratsantrag zur Streichung so umformuliert, dass die Stimmverhältnisse in den Ausschüssen zunächst nicht reichten, die Streichung durchzusetzen, sagte Rieth.

 Teil des Sportentwicklungskonzepts

Seit März 2015 hatten Golfplatz-Gegner mehr als 6500 Unterschriften gegen das Projekt im Bereich der ehemaligen Bauschuttdeponie gesammelt und im Juli dem Rat übergeben. Ursprünglich hatte die Göttinger Sport- und Freizeit GmbH mit der Rostocker Firma „No. 9 Golfdesign“ des gebürtigen Göttingers Andreas Lukasch eine Golfanlage im Süden von Geismar geplant. Auf 75 Hektar, das entspricht rund 100 Fußballfeldern, sollten 18 Golfbahnen an der Duderstädter Straße und in der sich anschließenden Feldmark entstehen.

Ein Golfplatz ist Teil des vom Rat verabschiedeten Sportentwicklungskonzept. Seit Anfang der 90er Jahre wird über einen Golfplatz für Göttingen diskutiert, seit 2007 ist „ein öffentlicher Golfplatz“ für Göttingen im „Leitbild 2020“ verankert. Spätestens seit einem 2009 beschlossenen Flächentausch zwischen Stadt und GöSF wer die Fläche in Geismar im Blick der Golfplatzplaner. Der GöSF gehört ein Großteil der benötigten Flächen.

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