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Energieagentur Göttingen startet Solardachkataster für Südniedersachsen

Wo lohnt sich Photovoltaik? Energieagentur Göttingen startet Solardachkataster für Südniedersachsen

In einem neuen Dachkataster via Internet können Grundbesitzer in Südniedersachsen ab sofort prüfen, ob ihr Haus und Nebengebäude für Solar- und Photovoltaikanlagen geeignet sind.

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Im Solardachkataster können Hausbesitzer erste Hinweise erhalten, ob sich eine Photovoltaikanlage für sie lohnt.

Quelle: Screenshot

Göttingen. Ein paar Klicks, und die Luftbildkarte zeigt, wie intensiv und in welchem Winkel die Sonne auf die verschiedenen Dachflächen scheint. In einem Ertragsrechner können Nutzer darüber hinaus ermitteln, ob sich die Anlage finanziell rechnet.

Erfasst sind nahezu alle Gebäude in Südniedersachsen. Bereit gestellt wird das Serviceportal Service von der Energieagentur Region Göttingen gemeinsam mit den Landkreisen Osterode, Northeim und Göttingen inklusive Kernstadt.

Solardachkataster gibt es bundesweit in vielen Städten und Kreisen, aber nur wenige bieten die Möglichkeit, das Potenzial der Sonnenenergie für das eigene Dach so detailliert und interaktiv abzufragen. An verschiedenen Farben können Hausbesitzer auch ablesen, ob und welcher Teil des Daches sehr gut, gut oder weniger für Photovoltaik geeignet ist. Ein paar Klicks und Angaben zum eigenen Stromverbrauch weiter, lässt sich sofort ausrechnen, wie ertragreich eine Anlage wäre und wann sich die Investition amortisiert – inklusive anschaulicher Grafiken.

Eines von mehreren Bausteinen der Energieagentur

Das Solardachkataster Südniedersachsen solle eine erste Orientierung geben, erklärt Winfried Binder, Leiter des Projektes bei der Energieagentur. Viele Hausbesitzer seien unsicher oder hätten falsche Vorstellungen von regenerativer Energie und den entsprechenden technischen Möglichkeiten. Ob und wie eine Anlage dann tatsächlich installiert wird, sollte mit einem Fachberater und Installateur besprochen werden.

Entwickelt hat das Programm die Firma Geoplex aus Osnabrück. Etwa 60 000 Euro habe das Kataster für Südniedersachsen gekostet, so Binder. Finanziert worden sei es gemeinsam von der Agentur, den Landkreisen Göttingen, Osterode und Northeim sowie der Stadt Göttingen. Ihr Anteil habe sich nach der Einwohner und Flächengröße gerichtet. Das Solardachkataster ist eines von mehreren Bausteinen der Energieagentur.

Der gemeinnützige Verein setzt sich nach eigenen Angaben unabhängig und neutral für lokalen Klimaschutz ein. Er informiert und berät über Möglichkeiten, Energie zu sparen und regenerativ zu erzeugen. Am Mittwoch startet unter anderem in Harste die landesweite Kampagne „Unser Dorf nutzt die Sonne“. Getragen wird die Energieagentur von Stadt und Landkreis Göttingen, weiteren Kommunen, Verbänden, Unternehmen und privaten Mitgliedern.

Dieser Artikel wurde aktualisiert

Weitere Infos im Netz unter solardachkataster-suedniedersachsen.de
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Von Redakteur Ulrich Schubert

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