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Entenretter in Göttingen gesucht

Carsten Hoffmann hat Gummitiere im Brunnen Entenretter in Göttingen gesucht

Sie sind obdachlos und drohen zu verwahrlosen. Sie haben kein Zuhause und dümpeln in der grünen Brühe im Brunnen neben dem Deutschen Theater. Dabei haben sie einen beschwerlichen Weg zurückgelegt, haben hart gekämpft und es bis ans Ziel geschafft – um dann von niemandem in Empfang genommen zu werden.

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Plastikenten warten auf neue Besitzer

Göttingen. Die Rede ist von etwa 50 kleinen Plastikenten, die beim diesjährigen Göttinger Entenrennen im wahrsten Sinne des Wortes auf der Strecke geblieben sind. Jetzt haben sich Unbekannte ihrer erbarmt und sie in mehreren Brunnen der Göttinger Innenstadt ausgesetzt, die meisten in dem neben dem Deutschen Theater.

Frieder Sölling aus Berlin ist gerade zu Besuch. Er hat Mitleid mit den heimatlosen Wesen und "adoptiert" spontan eine kleine Ente, die er auf den Namen "Emma" tauft. Die Aufforderung zur Entenrettung kam von Carsten Hoffmann. Er ist Pächter des Bistros im Deutschen Theater und hat per Zettel aufgerufen, den kleinen Enten ein Zuhause zu schenken.

Der Passant Andreas Rother beobachtet interessiert die Enteninvasion im Theaterbrunnen, richtet sein Augenmerk aber darauf, dass sein Hund Findus nicht aus dem Brunnen Wasser trinkt. Dies ist nämlich stark verunreinigt und der Brunnen müsste wieder instand gesetzt werden. „Das Ensemble wirkt etwas verwahrlost“, findet der Passant, bevor er ohne Ente weitergeht. Sein Hund interessiere sich doch mehr für Bälle als für Enten.

Carsten Hoffmann, der aus eigenem Antrieb regelmäßig das Brunnenwasser austauscht, hat seinen ersten Gedanken, die Stadt könne ein Loch in das Brunnenbecken bohren lassen, gleich wieder verworfen: Durch das kleine Loch könne das Wasser zwar ablaufen, doch gleichzeitig würde das Brunnenbecken beschädigt werden.

„Schade, dass der Brunnen so verkommt, aber die Stadt hat sich auch mit dringlicheren Aufgaben zu beschäftigen“, stellt Hoffmann fest.

Von Katrin Westphal

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