Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Entscheidung über Erstaufnahme-Einrichtung in Osterode nicht in Sicht

Flüchtlingsaufnahme: Land prüft "mit Hochdruck" Entscheidung über Erstaufnahme-Einrichtung in Osterode nicht in Sicht

Eine Entscheidung über den Aufbau einer fünften niedersächsischen Erstaufnahme-Einrichtung für Flüchtlinge in Osterode ist noch immer nicht in Sicht. Das Land befinde sich weiter in Verhandlungen mit dem Unternehmen „Princess of Finkenwerder“, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums am Mittwoch in Hannover. Die Landesregierung prüft gleichzeitig auch andere Optionen, unter ihnen das Kloster Blankenburg in Oldenburg.

Voriger Artikel
Zu Fronleichnam rechnet Südniedersachsen mit vielen Besuchern
Nächster Artikel
Fronleichnam: Große Prozession in Göttingen

Flüchtlingsstrom nach Niedersachsen reißt nicht ab - weitere Erstaufnahmeeinrichtungen werden benötigt.

Quelle: Mischke

Osterode/Oldenburg. Die Firma „Princess of Finkenwerder“ ist seit Ende 2014 Eigentümerin der als Asylbewerberunterkunft vorgesehenen ehemaligen Kaserne in Osterode und möchte das Wohnheim auch selbst betreiben. „Princess of Finkenwerder“ hat sich nach eigener Darstellung auf den Aufkauf, Umbau und die Weitervermarktung von Kasernen spezialisiert. Die Bürgerinitiative „Für Osterode“, die evangelische Kirche und die Partei „Die Linke“ äußerten Bedenken, weil das Unternehmen keine Erfahrung mit dem Betrieb von Flüchtlingsheimen besitze.

Die „Linke“ verwies zudem auf Verbindungen von „Princess of Finkenwerder“-Geschäftsführer Wolfgang Koch zu dem Geschäftsmann Jan Karras. Er ist Berater einer Sicherheitsfirma, die auch Söldner vermittelt. Koch hatte zunächst angedeutet, dass diese Firma den Sicherheitsdienst in der Flüchtlingsunterkunft übernehmen könnte.

In den Gesprächen der zurückliegenden Wochen und Monate seien die Herausforderungen des Projektes thematisiert worden, sagte die Ministeriumssprecherin. Trotz vieler schwieriger Fragen strebten alle Beteiligten eine Lösung für den Standort Osterode an, „die den hohen Anforderungen des Landes an Liegenschaften und Vertragspartner bei der Aufnahme von Flüchtlingen genügt“.

Vor dem Hintergrund der hohen Flüchtlingszahlen werde überdies „mit Hochdruck“ daran gearbeitet, zusätzliche Einrichtungen und damit weitere Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge zu schaffen. Dabei befänden sich außer Osterode auch weitere Standorte in der „intensiven Prüfung“, unter anderem das Kloster Blankenburg. epd

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Thema des Tages: Steinträume aus der Toskana