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Entwässerungskanal der Uniklinik Göttingen: Dritter Abschnitt fertig

Insgesamt 1210 Meter lang Entwässerungskanal der Uniklinik Göttingen: Dritter Abschnitt fertig

Der letzte Durchbruch ist geschafft. Die Rohrvortriebsmaschine für den unterirdischen Entwässerungskanal des Universitätsklinikums Göttingen hat jetzt die Betonwand in der Zielgrube „Grüner Weg“ durchbrochen.

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Kam unter dem Grünen Weg zum Einsatz: Tunnelbohrmaschine der Firma Herrenknecht.

Quelle: EF

Göttingen. Damit ist der dritte und zweitlängste Tunnelabschnitt des Entwässerungskanals mit rund 380 Meter Strecke fertiggestellt, teilt Stefan Weller, Sprecher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), mit. Er reicht von der Baustelle am neuen Güterverkehrszentrum (GVZ) bis zur Zielgrube am Grünen Weg. Der dritte Abschnitt des Tunnels führt streckenweise unter dem Werksgelände von Novelis hindurch. Dabei musste eine technisch anspruchsvolle Kurve „gefahren“ werden, so Weller. "Auch diese kritische Hürde wurde ohne Probleme und punktgenau genommen."

Für diesen letzten Abschnitt wurden 127 Rohre mit einem Innendurchmesser von 1,60 Metern benötigt. Der Entwässerungskanal für das Universitätsklinikum bekommt so Anschluss an den ebenfalls neu gebauten,städtischen Entwässerungskanal des GVZ, über den gleichfalls Oberflächenwasser in die Lutter geführt wird. Insgesamt ist der unterirdische Entwässerungskanal der UMG 1.210 Meter lang.

Auf der dritten Wegstrecke des Regenwasserkanals war eine Rohrvortriebsanlage mit einem Bohrkopf mit einem Durchmesser von 2,20 Metern im Einsatz. Insgesamt hat die Vortriebsanlage eine Länge von elf Metern und ein Gewicht von 46 Tonnen. Mit dem sogenannten Microtunneling-Verfahren wurden jeden Tag durchschnittlich zwölf Meter Strecke in 13 Metern Tiefe überwunden. "Dabei presste die Tunnelvortriebsanlage den Bohrkopf unterirdisch nach vorne", sagt Weller. Die Arbeiten der Tunnelbauer lägen voll im Zeitplan und gingen weiter zügig voran.

Bereits im Spätsommer 2015 soll das Wasser im unterirdischen Entwässerungskanal fließen. Bis dahin sind noch weitere Arbeiten notwendig. Die vier großen Schachtbauwerke, die bisher als Start- und Zielgruben für den Vortrieb dienten, werden für ihre künftige Nutzung im Kanalsystem ausgebaut. Dazu werden Wände betoniert und Treppenanlagen eingebaut. Der Schacht „Grüner Weg“ erhält zusätzlich eine spezielle Drosseltechnik. Sie sorgt dafür, dass nicht mehr als die maximal zulässige Wassermenge von 1.600 Liter pro Sekunde in die Lutter eingeleitet wird. Der Entwässerungskanal wird künftig von den Göttinger Entsorgungsbetrieben betrieben. Die Übergabe ist nach Angaben von Weller für Anfang 2016 geplant.

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