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Entwickler kündigt schnellen Baubeginn an

Sartorius-Quartier Göttingen Entwickler kündigt schnellen Baubeginn an

Die Entwicklung des Sartorius-Geländes in der Nordstadt nimmt Fahrt auf: Schon zu Beginn 2017 sollen die ersten ehemaligen Firmengebäude abgerissen werden. Die Projektentwickler "Hamburg Team" wollen den Masterplan für das mehr als zwei Hektar große Gelände unter der Leitidee "Bilden, gründen, wohnen“ umsetzen.

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Masterplan Sartorius-Quartier: So stellt sich das Büro Holzer Kobler in einer ersten Studie das Zentrum des neuen Viertels vor.

Quelle: R

Göttingen. Zwischen 250 und 400 neue Wohnungen sollen künftig auf dem Gelände zwischen Daimler-, Anna-, Arndt- und Weender Landstraße entstehen, erläuterte der Hamburg-Team-Geschäftsführer Peter Jorzick am Mittwoch bei der dritten Bürgerinformationsveranstaltung zu dem neuen Quartier. Das Angebot soll von kleinen so genannten Mikro-Appartements bis hin zu großen Wohnungen für Familien reichen. "Eine bunte Mischung", sagte Jorzick. Hinzu kommen soll ein Hotel mit rund 140 Zimmern, Gastronomie und Platz für Firmen. Inzwischen haben die Hamburger das Grundstück von Sartorius gekauft.

Der Sartorius-Vorstandsvorsitzende Joachim Kreuzburg kündigte an, dass bis Ende 2017 der Umzug von Sartorius an den Standort Grone abgeschlossen sein soll. Bereits Anfang 2017 könnten die Abrissarbeiten auf der Ostseite und Teilen der Nord- und Südseite des Areals beginnen. Der Abriss der Häuser entlang der Weender Landstraße ist für Ende 2017, Anfang 2018 geplant. Die ehemaligen Werkshallen im Zentrum des Gebietes sollen erhalten bleiben. Inzwischen seien rund 1000 Quadrat für eine Zwischen- und Nachnutzung hergerichtet. Mieter sind der Südniedersachsen Innovationscampus (SNIC), der Gesundheitscampus und die Firma PortaCellTec Biosciences.

Zu Beginn des Jahres hatte eine achtköpfige Jury mit Vertretern von Stadtverwaltung und Sartorius das Büro Holzer Kobler unter 20 Bewerbern für die Entwicklung des Masterplanes ausgewählt. Planungsvorgabe war eine Mischnutzung aus Wohnen und Gewerbe, um so eine möglichst „ganztägige Belebung“ des Quartiers zu erreichen. Diesen Masterplan, so Kreuzburg, könne und wolle Sartorius nicht alleine umsetzen. Daher die Zusammenarbeit mit Hamburg Team.

Jorzick kündigte an, "nun sehr schnell mit den Planungen zu beginnen und schnell Bauanträge zu stellen", um eine hohe "Umsetzungsgeschwindigkeit" zu erreichen. Ein langwieriges Bebauungsplanverfahren mit Aufstellungs-, Auslegungs- und Satzungsbeschluss durch die politischen Gremien steht dem frühen Beginn nicht im Weg. Wie Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) deutlich machte, soll kein Bebauungsplan für das Gebiet aufgestellt werden, sondern nach Paragraf 34 des Baugesetzbuches gebaut werden. Dieser erlaubt ein Bauvorhaben, "wenn es sich nach Art und Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise und der Grundstücksfläche, die überbaut werden soll, in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt und die Erschließung gesichert ist".

Hoffnungen auf günstige Sozialwohnungen machte Jorzick den rund 100 Bürgern bei der Infoveranstaltung nicht. Fördermittel dafür seien zum einen nicht in Sicht und zum anderen wolle man an der Vermarktung der Wohnungen auch verdienen. Eine etwa in Hamburg übliche Auflage, ein Drittel der Wohnungen für sozialen Wohnungsbau vorzuhalten, gebe es für das Sartoriusprojekt nicht. Das setze Förderprogramme voraus. Bei der Entwicklung des ehemaligen Huhtamaki-Geländes in Weende durch einen privaten Investor sieht ein städtebaulicher Vertrag zwischen Investor und Stadt einen Anteil von 30 Prozent Sozialwohnungen vor.

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Sartorius-Gelände in Göttingen
Ehemaliges Sartorius-Gelände an der Weender Landstraße.

Als Überraschung wertet die CDU-Ratsfraktion die Absicht von Verwaltung und Investor, das Sartorius- Gelände in der Nordstadt "ohne jeglichen Bebauungsplan" zu bebauen. Sie kündigt an, "möglichst fraktionsübergreifend" einen Antrag einzubringen, das Areal mit neuen Bebauungsplänen zu belegen.

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