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Mit der "Aura des Geheimnisvollen und Besonderen"

Kuqua-Galeriegebäude Mit der "Aura des Geheimnisvollen und Besonderen"

Die Entscheidung steht. Das Leipziger Planungsteam Atelier ST hat den Zuschlag für den Neubau des Galeriegebäudes im Kunstquartier von der Stadtverwaltung erhalten. Damit soll nun der zweitplatzierte Entwurf des Architektenwettbewerbes in der Düsteren Straße verwirklicht werden.

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Der Vorschlag des Atelier ST erhielt den Zuschlag.

Quelle: r

Göttingen. Mit dem jetzigen Ergebnis sei er sehr zufrieden, sagte Stadtbaurat Thomas Dienberg am Donnerstag im Bauausschuss. Das dreigeschossige Gebäude mit geplanter Klinkerfassade wird mehr als 500 Quadratmeter Ausstellungsfläche bieten. Der Eingang soll sich auf der Nordseite befinden.

Die Wettbewerbsjury hatte unter anderem die Funktionalität und Materialität gelobt, die einen günstigen, langlebigen Bauunterhalt versprächen. Weiterhin hieß es im Urteil: „Dem Haus gelingt es, Erinnerungen an ehemals hier vorhandene Lagerhäuser zu wecken und zugleich die Aura des Geheimnisvollen und Besonderen zu entwickeln.“

Fertigstellung im Zeitrahmen

Die Verhandlungen der Verwaltung mit dem erstplatzierten Atelier30 Architekten aus Kassel waren zuvor gescheitert, sagte Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD). Weder hätte das Kasseler Büro die maximalen Gesamtkosten von 3,2 Millionen Euro gewährleisten können, noch habe es eine Fertigstellung innerhalb des einzuhaltenden Zeitrahmens nicht garantieren können. "Am 31. Dezember 2018 muss das Projekt abgeschlossen sein. Die Einhaltung dieser Vorgabe ist nötig, um den vollständigen Erhalt der Fördermittel, durch die das Projekt finanziert wird, zu gewährleisten“, erläuterte Köhler weiter.

Die Mischbetontechnik, die der Atelier30-Entwurf für das Gebäude vorgesehen hatte, sei noch so neu und innovativ, dass eine verlässliche Einschätzung der Bauzeit nicht zu 100 Prozent gewährleistet werden konnte. Umplanungen wären auch nicht möglich gewesen. Die Verwaltung habe sich deshalb entschieden, „auf Nummer sicher" zu gehen. "Die Verhandlungen haben mehr Zeit in Anspruch genommen als gedacht“, sagte Dienberg. Der weitere Zeitplan sei nun "sehr eng". Die Stadt Göttingen bekommt für das KuQua 4,5 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus".

Vorstellung im November

Nach Dienbergs Angaben hatte das Nürnberger Architekturbüro Bär, Stadelmann, Stöcker, das den dritten Platz belegt hatte, die Verhandlungen von vornherein abgesagt. Der Wettbewerb habe ein hohes Niveau gehabt, daher könne er auch sehr gut mit dem zweitplatzierten Entwurf leben, sagte Dienberg. Einziger Nachteil aus seiner Sicht: Der Innenhof ist nun nicht mehr direkt von der Düsteren Straße aus zu erreichen. Dies hatte der Siegerentwurf vorgesehen. Dies sei sehr schade, sagte die baupolitische Sprecherin der SPD, Sylvia Binkenstein. Die Stadt könne es sich aber nicht leisten, wegen der Nichteinhaltung von Fristen auf den Kosten sitzenzubleiben.

"Jetzt folgen erstmal die nötigen Vorarbeiten wie die statische Sicherung, die Baugrubenumschließung und archäologischen Grabungen im künftigen Baufeld“, sagte Dienberg und kündigte an, dass das Galeriegebäude am Montag, 14. November, öffentlich vorgestellt werden soll.

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