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Erdbeben in Göttingen zu spüren

Stadt hebt sich Erdbeben in Göttingen zu spüren

Das verheerende Erbeben vor der Küste Japans ist am Freitagmorgen, 11. März, auch in Göttingen zu spüren gewesen. Schwingungen der Erdkruste von vier Millimetern registrieren die empfindlichen Geräte. Die sensiblen Mikro-Waagen der Firma Sartorius und der Seismograf der Wiechert’schen Erdbebenwarte zeichneten das Erdbeben mit einer Stärke von 8,9 auf der Richter-Skala auf.

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Verwüstung: Ein Erdbeben hat Japan erschüttert und war auch in Göttingen zu spüren.

Quelle: dpa

„Die erste Welle erreichte Göttingen um 6.58 Uhr“, sagt Udo Wedeken von der Firma Sartorius und Mitglied des Vereins Wiechert’sche Erdbebenwarte. Die hochempfindlichen Messgeräte registrierten zwölf Minuten nach der ersten Erschütterung im rund 9000 Kilometer entfernten Epizentrum des Bebens die ersten Wellen in Göttingen.

Die langsameren, sogenanten Oberfächenwellen mit großen Amplituden, wurden etwa 45 bis 65 Minuten nach Beginn des Bebens aufgezeichnet. Den ganzen Vormittag über brachten Erdbebenwellen die Mikro-Waagen noch aus dem Gleichgewicht: Zwangspause für die Sartorius-Mitarbeiter, die mit den Waagen arbeiten. Wenn auch für Menschen kaum merkbar: „Die ganze Stadt ging hoch und runter“. Laut Wedeken lagen rund 17 Sekunden zwischen den einzelnen Wellen. Bei einer Wellenlänge von 50 Kilometern wurde Göttingen um vier Millimeter angehoben während Kassel um vier Millimeter absank – und umgekehrt.

Auch der historische Seismograf der Erdbebenwarte hat das Geschehen dokumentiert. „Zwei der fünf Kanäle sind dabei ausgehebelt worden“, erklärt Wolfgang Brunk von der Erdbebenwarte. Die Hebel sprangen aus ihrem Lager, wie beim Tsunami 2004.

Das Göttinger THW bereitete sich darauf vor, Trinkwasseranlagen bereit zu stellen.

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