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Erdbeben in Italien hebt Boden in Göttingen

Verein Wiechert'sche Erdbebenwarte registriert Beben Erdbeben in Italien hebt Boden in Göttingen

Auch in Göttingen hat die Erde gebebt: Das schwere Erdbeben in Mittelitalien gegen 6.40 Uhr am Sonntagmorgen war auch in Göttingen zu registrieren - allerdings nur von hochempfindlichen Geräten.

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Am Sonntagmorgen kam es in Mittelitalien zu einem schwerem Erdbeben. Zahlreiche Häuser, wie hier in Castelluccio di Norcia, wurden dabei zerstört.

Quelle: dpa

Göttingen. Udo Wedeken vom Verein Wiechert'sche Erdbebenwarte Göttingen und Mitarbeiter bei Sartorius hat das Beben mit einer  hochauflösenden Waage registriert und ausgewertet. Nach seinen Angaben hätten die Erdbebenwellen aus dem 990 Kilometer entfernten Bebenzentrum nach etwa zwei Minuten und zehn Sekunden Göttingen erreicht.

Nach fünfeinhalb Minuten habe es in Göttingen die maximalen Bodenbewegungen gegeben - 0,2 Millimeter hob und senkte sich der Boden. Die Zeit von einem Wellenberg bis zum nächsten habe etwa sieben Sekunden betragen, sagte Wedeken. "Daraus folgt eine Wellenlänge von zirka 20 Kilometer". Für etwa 20 Minuten lang blieb der Boden in Göttingen in Bewegung.

Der moderne Breitbandseismometer in der historischen Erdbebenwarte hat das Beben in Italien registriert.

Quelle: R

Auch der moderne Breitbandseismometer in der historischen Erdbebenwarte hat das Beben in Italien registriert. Dabei sei deutlich zu sehen, dass die ersten Wellen um 6.42 Uhr und 30 Sekunden Göttingen erreichten. "Die Registrierungen stimmen sehr gut mit denen vom 24. August überein", sagt Wedeken.

Damals verheerte ein Beben der Stärke 6,2 die Stadt Amitrice in Italien. "Aber am Sonntagmorgen bewegte sich die Erde in Göttingen um jeweils bis zu 0,2 Millimeter auf- und abwärts und damit genau doppelt so stark wie am 24. August - damals wurde eine Amplitude von maximal +- 0,1 Millimeter gemessen."

Am Sonntag, 6. November, veranstaltet der Verein auf dem Gelände der Erdbebenwarte, Herzberger Landstraße 178, wieder von 14 bis 17 Uhr Führungen. Dort will Wedeken dann genauere Informationen über die Italienbeben präsentieren.

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