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Erdbeben lässt in Göttingen Waagen zittern

Erdbebenwellen Erdbeben lässt in Göttingen Waagen zittern

Schwache Auswirkungen des verheerenden Erdbebens, das am Dienstag weite Teile Haitis in Schutt und Asche gelegt und mehrere hundert Tote gefordert hat, waren auch in Göttingen zu spüren. Allerdings nur von hochsensiblen technischen Apparaten.

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Zwei-Stunden-Beben (untere Achse): Eine Sartorius-Waage zeichnete das Haiti-Beben auf.

So registrierten etwa die historischen Wiechert‘schen Seismografen auf dem Gelände des ehemaligen geophysikalischen Instituts der Uni die Erdbebenwellen aus dem Inselstaat in der Karibik. Auch ihr moderner Kollege, der ebenfalls auf dem Gelände steht, hat das Beben der Stärke 7 aufgezeichnet. Diese Göttinger Daten fließen in die Berechnungen des Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover ein.

In der Weender Landstraße, im Keller des Waagenbauers Sartorius, wurden etwa 11,5 Minuten nachdem das Beben die Hauptstadt Port-au-Prince verwüstete, ebenfalls Schwingungen in der Erde aufgezeichnet – mit einer sogenannten Semimikrowaage. „Mit wenig Aufwand habe ich ein Entwicklungsmuster modifiziert“, sagt Udo Wedeken von Sartorius und Mitglied des Vereins Wiechert‘sche Erdbebenwarte. Um 0,05 Millimeter habe sich der Boden in Göttingen gehoben und gesenkt. „Das merkt kein Mensch, aber die empfindliche Waage“, sagt Wedeken.
Inzwischen ist auch das Göttinger Technische Hilfswerk in Alarmbereitschaft. Helfer der „Schnell-Einsatz-Einheit Wasser Ausland“ beobachten die Lage auf Haiti. Innerhalb der nächsten 24 Stunden wird sich herausstellen, ob ihre Hilfe benötigt wird.

mib

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