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Erfolgreiche Drückjagd im Breiten Holz

Rund 100 Jäger nehmen teil Erfolgreiche Drückjagd im Breiten Holz

Eine stolze Ausbeute haben die rund 90 Jäger und 10 Jägerinnen erzielt, die am Sonnabend an der Drückjagd im Breiten Holz teilgenommen haben: Sie erlegten neun Rehe, acht Wildschweine und zwei Füchse. Die Tiere wurden noch vor Ort aufgebrochen, das heißt ausgenommen.

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Eine stolze Ausbeute haben die rund 90 Jäger und 10 Jägerinnen erzielt, die am Sonnabend an der Drückjagd im Breiten Holz teilgenommen habe

Quelle: Pförtner

Knutbühren. Am Anfang habe es schon Überwindung gekostet, das tote Tier mit dem Messer aufzuschneiden und die Eingeweide zu entnehmen, berichtete Carmen Jäkel.

Doch sie jage jetzt seit rund 20 Jahren, da stelle die Prozedur inzwischen Routine dar. Die 47-jährige Sekretärin durfte das sogenannte „kleine Jagdrecht“ – Herz, Leber, Nieren, Zunge – des von ihr erlegten Rehs behalten, das Fleisch erhielt der Pächter des Jagdbezirks. Beteiligt waren die Bezirke Hetjershausen, Elliehausen, Esebeck, Knutbühren und Barterode.

Bei der Drückjagd treiben in oranger Signalfarbe gekleidete Treiber und speziell ausgebildete Hunde – diesmal waren es unter anderem Deutsche Bracken, Große Münsterländer sowie Westfälische Dachsbracken – das Wild auf die Hochsitze zu, auf denen die Jäger in rund zwei Meter Höhe mit ihren Büchsen warten.

Sie schießen auf eine Entfernung von etwa 50 bis 60 Metern. Und zwar nur, wenn das Wild so positioniert ist, dass der Schuss tödlich ist. „Das Tier darf auf keinen Fall leiden", sagte Matthias Söhnchen.

„Es existiert ein Abschussplan der Unteren Jagdbehörde“, berichtete Heinrich Schlieper, „den müssen wir erfüllen“. Wildschweine können Krankheiten verbreiten, die für Hausschweine gefährlich werden können, darüber hinaus richteten sie Schäden in Getreide, Mais und Rüben an. Den müssten die Pächter den Landwirten ersetzen, erläuterte Thilo Immel, Jagdpächter von Esebeck. „In diesem Jahr waren es bisher 1600 Euro", sagte er.

Am Ende wurde das erlegte Wild, die sogenannte Strecke, in einem Kranz aus Fichtenzweigen feierlich auf die Erde gebettet. Drei Männer spielten auf ihren Jagdhörnern das Halali. Jeder Jäger, jede Jägerin, der oder die ein Tier erlegt hatte, wurde einzeln aufgerufen und erhielt einen Fichtenzweig an den Hut gesteckt – die Jagd war vorüber.

Von Hauke Rudolph

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