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Leuchtende Premiere

1. Göttinger Lichterlauf Leuchtende Premiere

Knapp 4000 Läufer jeglicher Alters- und Trainingsstufen haben am Sonnabend am ersten Göttinger Lichterlauf teilgenommen. Zugunsten des Elternhauses für das krebskranke Kind liefen, joggten und spazierten die Teilnehmer um den mit unterschiedlichsten Lichteffekten illuminierten Kiessee.

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Quelle: Arne Bänsch

Göttingen. Eröffnet wurde der Lichterlauf von der Göttinger Basketball-Legende Wilbert Olinde, den Schirmherren Thomas Oppermann (SPD) und Fritz Güntzler (CDU) sowie dem neuen Gänseliesel Stephanie Giro. Sie hatte an diesem Tag ihren ersten offiziellen Einsatz als Repräsentantin der Stadt Göttingen. Ihr privates Lauftraining habe sie auf den Sonntag verschoben, um sich voll und ganz der Veranstaltung zu widmen, verriet Giro am Rande der Veranstaltung. Schirmherr Güntzler hingegen war kurz nach der Eröffnung schon laufend auf der Strecke zu sehen.

Nachdem der Countdown herunter gezählt war, ging es für die Sportler der unterschiedlichsten Altersklassen und Trainingsstufen auf die etwa zweieinhalb Kilometer lange Strecke - zunächst noch in der Dämmerung. Doch schnell setzte die Dunkelheit ein und die Läufer, Jogger und Spaziergänger konnten den Kiessee in völlig neuem Ambiente erleben. So liefen sie vorbei an 18 Musikgruppen und Einzelkünstlern, die mit ihren akustischen Beiträgen für eine gehörige Portion Motivation sorgten. Von Alphornbläsern über Singer-Songwriter und Liedermachern bis hin zu Trommlern und Chören verteilten sich die unterschiedlichsten Musiker - allesamt ohne Verstärker - um den See, der rundherum mit Lichteffekten in Szene gesetzt wurde.

Optische Highlights am Kiessee

Scheinwerfer, die in den Abendhimmel strahlten, Laser, die die Läufer in buntes Licht tauchten, einzelne bunte Spots, die die Strecke mit vielseitigen Effekten beleuchteten, stroboskopische Effekte und viele weitere Installationen erzeugten besondere optische Reize. Einige Sportler nahmen den Titel der Veranstaltung wörtlich. Mit Lichterketten behangen und mit neonfarbenen Knicklichtern ausgestattet, absolvierten sie die Strecke in einem nicht ganz alltäglichen Outfit. Weitere Akzente setzten Barfuß- und Rückwärtsläufer sowie Feuerwehrmänner, die in kompletter Ausrüstung um den Kiessee liefen.

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Durch die Nacht für den guten Zweck mit Musik und Lichtinstallationen.

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Die Anzahl der Runden bestimmte jeder Läufer selbst, ebenso die Höhe der Spende für das Elternhaus. Startgelder wurden nicht erhoben. Der Göttinger Lichterlauf solle für alle offen sein, die sportliche Höchstleistung stehe bei dem Event nicht im Vordergrund, betonte Andreas Lindemeier, der gemeinsam mit Dennie Klose den ersten Göttinger Lichterlauf moderierte. So wurden weder die Runden der Läufer gezählt noch Zeiten genommen.

Jedes Training zählt

In einem Zelt, in dem reger Andrang herrschte, konnten die Teilnehmer ihre Spenden für das Elternhaus abgeben. Einen Spendenscheck fürs Elternhaus überreichten auch die Sportler der Initiative „Jedes Training zählt“, die der Göttinger Triathlet Steffen Baumbach vor vier Jahren ins Leben gerufen hat. Nach jeder absolvierten Trainingseinheit steckten die Sportler einen kleinen Betrag in ein Sparschwein, um dieses einmal jährlich für den guten Zweck zu schlachten, sagte Baumbach. Mit Erfolg: In diesem Jahr kamen so über 14000 Euro für das Elternhaus zusammen.

Seit 30 Jahren setzen sich Vorstand und Mitarbeiter der Einrichtung, die von Eltern ins Leben gerufen wurde, für schwer erkrankte Kinder und ihre Familien ein. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der psychosozialen Begleitung und Nachsorge, die etwa 90 Prozent aller Familien, die im Elternhaus und in der Kinderklinik betreut werden, in Anspruch nehmen. Auch im kommenden Jahr soll es einen Lichterlauf geben: Am 20. Oktober 2018.

Von Maren Iben

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