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Erfolgreiche erste IGS-Runde in Bovenden

Nach sechs Jahren Erfolgreiche erste IGS-Runde in Bovenden

Sechs Jahre nach der Gründung haben die ersten Schüler der Integrierten Gesamtschule (IGS) Bovenden jetzt ihre Schulzeit beendet – mit unerwartet guten Ergebnissen. Fast alle haben einen Abschluss geschafft.

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Zeugnisübergabe: Eine von fünf Klassen, die ab der IGS-Bovenden ihren Schulabschluss geschafft haben.

Quelle: EF

Bovenden. Allein von 37 Schülern, die 2009 mit eher schwachen Leistungen an die IGS kamen, haben neun den Erweiterten Realschulabschluss, 14 den Sekundar-I-Abschluss und sieben des Sek-I-Hauptschulabschluss.

„Wichtig ist nicht in erster Linie,  wohin ihr geht, sondern dass ihr euren Weg geht.“ Dieser Appell von Schulleiterin Renate Heyn an die ersten IGS-Absolventen in Bovenden während ihrer Entlassungsfeier dürfte für viele auch vor sechs Jahren gegolten haben. Schwer war der Start der neues Integrierten Gesamtschule unter der Trägerschaft des Landkreises.

Elternbefragungen, heftige Auseinandersetzungen im Kreistag und eine noch unzureichende Ausstattung hatten die Gründung geprägt. Aus der einstigen Haupt- und Realschule war die neue IGS hervorgegangen – mit großem Engagement der Lehrer. Dass gleich zu Beginn weit mehr als 100 Kinder angemeldet wurden, hatte damals kaum jemand erwartet. Dass fast alle sechs Jahre später gute Abschlüsse und mehr als 50 auch die Voraussetzungen für die Oberstufe Richtung Abitur erfüllen sollten, schon gar nicht. Viele der Ersten waren eher als schwache Haupt- und Realschüler vorgeurteilt, gute Gesamtschulen aber brauchen eine gute Mischung aus schwachen und guten Schülern.

Die jetzige Bilanz widerlegt viele Kritiker: Aus dem Neunten Jahrgang haben zehn von zwölf Schülern die IGS mit dem Hauptschulabschluss verlassen. Aus dem Zehnten Jahrgang verließen laut Heyn 110 Schüler die IGS: 52 mit einem Erweiterten Realschulabschluss, 31 mit einem Sek-I-Realschul- und 14 mit einem Sek-I-Hauptschulabschluss.

Zu den Erstgenannten gehört Luca Mostarac. Der 16-jährige Bovender war bei seinem Quereinstieg in der 8. Klasse mit einer Durchschnittsnote von 3,8 am Theodor-Heuss-Gymnasium versetzungsgefährdet. Jetzt habe er einen sehr guten „Erweiterten“ und peilt an der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule das Abi an, denn an der IGS Bovenden gibt es keine Oberstufe. Trotzdem schwärmt Mostarac von dieser Schule. „Die Lehrer sind einfach toll und kümmern sich auch bei persönlichen Problemen um die Schüler“, sagt er und ergänzt: „Ich fand einfach alles richtig gut, man konnte sich weiter entwickeln.“

Nach 90 Anmeldungen sind wieder vier neue Klassen gesichert

Bovenden. Auch im nächsten Schuljahr wird es an der IGS Bovenden im 5. Jahrgang wieder vier Klassen geben. Das teilte Kreisschuldezernent Marcel Riethig mit. Nach einer zunächst schwachen Anmeldephase hätten sich inzwischen etwa 90 neue Schüler angemeldet. Mit einem Rückgang hatten viele gerechnet, weil zum nächsten Jahr eine dritte IGS ihren Betrieb aufnimmt, und die „Neue IGS“ in Weende liegt fast in der Nachbarschaft zur IGS Bovenden.

Nach einem Gespräch mit der Göttinger Schulverwaltung und den Göttinger Gesamtschulen gebe es im nächste Schuljahr außerdem eine gleichmäßigere Verteilung der Integrationskinder mit besonderem Förderbedarf auf alle vier Gesamtschulen in der Stadt und in Bovenden. In den vergangenen Jahren habe die IGS Bovenden überproportional viele I-Kinder aufgenommen, bestätigte auch Göttingens Schuldezernent Siegfried Lieske.

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