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Sicherheitskonzept steht

Erlebnis Turnfest in Göttingen Sicherheitskonzept steht

Das Sicherheitskonzept steht, das Erlebnis Turnfest (23. bis 27. Juni) in Göttingen kann kommen. Dirk Platta, Projektleiter des Events, und seine Mitstreiter Christian Boese, Dominik Riebling und Jens Gerhardt hatten zu einer Abschlussbesprechung zu diesem Thema in die Sparkassen-Arena geladen.

In Göttingen wurde das Sicherheitskonzept für das Erlebnis Turnfest vorgestellt.

Quelle: Harald Wenzel

Göttingen. So klein war die Runde dann nicht. Vertreter der Feuerwehr, Polizei, Bau-, Gesundheit- und Ordnungsamt, DLRG, um nur einige zu nennen, waren dem Aufruf gefolgt. Viele Fragen warfen die Ausführungen von Dirk Platta nicht auf, immerhin waren alle Beteiligten ja seit einem Jahr an der Ausarbeitung des Konzepts beteiligt. Neu für die meisten der Zuhörer war die Tatsache, dass die Godehardschule und die Wilhelm-Busch-Schule als Standorte herausfallen. „Es hat sich bei der Belegung so ergeben, dass wir Teilnehmer auf eine andere Schule umlegen konnten, sodass die beiden Standorte dann aus dem Konzept herausgenommen werden konnten“, erläuterte Dirk Platta.

42 Seiten stark ist das Konzept, mit den entsprechenden Anlagen ist daraus ein ansehnlicher Ordner geworden, den die Verantwortlichen mitnahmen. Allesamt wirkten sie entspannt, trotz der Mammutaufgabe, die sie erwartet.

Stefanie Heinzmann kommt

Für Dominik Riebling ist es das erste Erlebnis Turnfest, das er in dieser Form begleitet. Der Veranstaltungskaufmann vom Niedersächsischen Turner Bund (NTB) aus Hannover ist im Vorfeld mit allem betraut, was auch nur ansatzweise mit den Bühnenstandorten zu tun hat. Und hat während der vier Tage einen Job, um den ihn nicht wenige beneiden werden. Er wird nämlich in der Nähe der NJoy-Bühne zu finden sein, versuchen, für einen reibungslosen Verlauf zu sorgen, und es natürlich nicht versäumen, beispielsweise Stefanie Heinzmann persönlich zu begrüßen.

Damit die Schweizerin überhaupt singen kann, dafür trägt Jens Gerhardt eine große Verantwortung. Der gebürtige Hesse erlebt sein erstes niedersächsisches Turnfest, ist Meister für Veranstaltungstechnik und kennt einige Mitglieder der Crew bereits vom Feuerwerk der Turnkunst, bei dem er ebenfalls schon mitgearbeitet hat. „Wenn irgendetwas mit der Technik nicht funktioniert, dann bin ich der Ansprechpartner“, erläutert Gerhardt, dem anzumerken ist, wie wohl er sich innerhalb des Teams fühlt. Wie auch Christian Boese, der „Herr über die Pläne“, wie er von seinen Mitstreitern genannt wird.

Alle haben sie gemeinsam monatelang über dem Konzept gebrütet, es durchgeplant. Einen Punkt gibt es allerdings, der sich in kein Konzept einbinden lässt, der aber allen ganz viel Kopfzerbrechen bereitet - das Wetter.

Riecht's nach Umkleide oder chemisch?

Großereignisse und Sicherheit – selten war dieses Thema aktueller als im Moment. Uwe Thomszen, Leiter des 4. Fachkommissariats, zu dem auch der polizeiliche Staatsschutz zählt, hat während der letzten Sitzung des Organisationskomitees vor dem Erlebnis Turnfest geschildert, wie sich die Lage in Göttingen darstellt und eingeschätzt wird.

„Ich möchte Aufmerksamkeit wecken, aber keine Bedenken schüren.“ Er sehe im Moment keine Motivation für internationale Anschläge. „Göttingen ist ein Dorf. Es müsste weltweit erst einmal vermittelt werden, wo die Stadt überhaupt liegt.“ Die salafistische Szene sei hier kein „unbeschriebenes Blatt“. Gegen Einzeltäter könne aber auch die Polizei nichts machen.

Alle Hinweise aus der Bevölkerung werden ernst genommen. Eine herrenlose Sporttasche gebe es immer. Thomszen empfiehlt ein behutsames Herangehen. „Riecht‘s nach Umkleide oder doch eher chemisch?“, fragt er mit einem Augenzwinkern. „Vertrauen Sie auch Ihrem Bauchgefühl.“ Bei eventueller Gefahr verspricht er eine „spontane und unauffällige Annäherung an das Objekt“ seitens der Polizei. Vielleicht lasse man auch mal die Hunde dran langgehen. „Die sehen übrigens auch nicht anders aus als andere Hunde.“

Das Erlebnis Turnfest bezeichnet der 1. Kriminalhauptkommissar als „eine von Sympathien getragene Veranstaltung“, da könne man als Täter „schnell blöd aussehen“. Polizei wird es geben, sie hat ihren Standort in einem Container am Jahnstadion. „Aber Sie können sicher sein, es wird nicht aussehen wie ein Polizei-Turnfest.“

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