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Frank Engels verzichtet auf Kreistagssitz

Stühlerücken bei der AfD Frank Engels verzichtet auf Kreistagssitz

Noch vor der konstituierenden Sitzung des neuen Göttinger Kreistages gibt es erneut Änderungen in der AfD-Fraktion: Das designierte Mitglied Frank Engels aus dem Wahlbereich Hann. Münden wird seinen Sitz nicht annehmen.

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Quelle: Hinzmann (Symbolbild)

Göttingen / Walkenried. Aus beruflichen Gründen, wie die Vorsitzende des AfD-Kreisverbandes Göttingen Dana Guth am Dienstag sagte. Nachrücker für Engels ist Heiko Adler aus Landolfshausen. Seine Bestätigung, dass er in den Kreistag einziehen will, steht aber noch aus. Adler hatte in seinem Wahlbezirk (Gieboldehausen, Gleichen, Radolfshausen) 617 Stimmen erzielt - 2,75 Prozent der kreisweit 22437 AfD-Stimmen. 

"Wasser auf die Mühlen der Kritiker"

Bereits in der vergangenen Woche hatte sich die AfD-Fraktion unter dem Vorsitz des Herzberger Fahrlehrers Frank Rathmann von ihrem vierten Mitglied, dem parteilosen Philipp Göthel aus Walkenried, getrennt. Nach Tageblatt-Recherchen soll Göthel tief in die gewalttätige und rechtsextreme Neonazi- und Hooligan-Szene seiner Heimatstadt Nordhausen verstrickt gewesen sein.

Vortrag

Über "Die AfD und ihre Wähler" referiert am Donnerstag, 27. Oktober,  Prof. Elmar Brähler vom Kompetenzzentrum für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung der Universität Leipzig in der Reihe "Keinen Fußbreit...! Neurechte Parolen als Antwort auf die soziale Frage". Beginn ist um 18 Uhr bei der Bildungsvereinigung Arbeit und Leben, Lange Geismarstraße 72-73 in Göttingen.

Bei der Kandidatenauswahl und Aufstellungsversammlung der Kandidaten für die Kommunalwahl habe es für diese Verbindungen aber keine Anzeichen gegeben, bestätigte die AfD-Kreisvorsitzende Guth erneut am Dienstag. "Wie sollten wir einen solchen Spagat bewerkstelligen, das wäre Wasser auf die Mühlen der Kritiker“, begründete sie die Entscheidung der Fraktion, auf Göthel zu verzichten. Weiteres Mitglied der nun dreiköpfigen AfD-Kreistagsfraktion ist Gabriel Kesten aus Bad Grund.

Göthel verzichtet auf Sitz in Walkenried

Schon im Vorgriff auf seine zu erwartende Kreistagstätigkeit für die AfD hatte Göthel - noch bevor die massiven Vorwürfe gegen ihn an die Öffentlichkeit gelangten - auf seinen Sitz für den Gemeinderat Walkenried verzichtet. Bei der Gemeindewahl am 11. September hatte er auf der AfD-Liste 115 Stimmen und damit 20,28 Prozent der 567 Stimmen für die AfD in Walkenried auf sich vereint. Göthels Sitz soll nun Marcus Trenke übernehmen. Dieser war als zweiter Kandidat der AfD für den Einheitsgemeinderat angetreten und hatte 67 Stimmen erhalten.

Göthel wird nun vermutlich parteilos im Kreistag sitzen. Nach Auskunft von Kreissprecher Ulrich Lottmann hat er seinen Kreistagssitz angenommen. Für eine Stellungnahme war Göthel gestern nicht zu erreichen.

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