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Erneut Dämpfer für Begegnungsstätte

Irritation Erneut Dämpfer für Begegnungsstätte

Wieder ein Bremser für die geplante Generationen übergreifende Begegnungsstätte in Diemarden: Mit einem Abstimmungspatt hat der Gleichener Ratsausschuss für Umwelt und Planung es in seiner jüngsten Sitzung abgelehnt, für das betroffene Gelände einen Bebauungsplan aufzustellen und den sogenannten Flächennutzungsplan zu ändern.

Hauptargument der Kritiker: Das würde über einen bereits beschlossenen aber umstrittenen Zuschuss der Gemeinde hinaus noch einmal fast 10 000 Euro kosten. Allerdings zeichnet sich bereits ab, dass der Rat das Votum des Ausschusses wieder umkehren wird. Dort sind die politischen Mehrheitsverhältnisse anders – ein Verfahren, das im Fall der Begegnungsstätte schon mehrfach so ablief.

Der Diemardener Sportverein will für alle Gleichener eine Begegnungsstätte mit dem Schwerpunkt Sport und Bewegung aufbauen (Tageblatt berichtete). Neben dem Sportplatz soll es unter anderem ein Kunstrasenfeld geben, ein Beachvolleyballfeld, eine Kletterwand, Boule- und Schachfelder, einen Niederseilplatz und einen Sitzbereich am Garteufer.

Der Rat hat bereits einem Zuschuss in Höhe von maximal 110 000 Euro zugestimmt – über drei Jahre gestaffelt. Voraussetzung für die finanzielle Unterstützung durch die Gemeinde: Der TSV sichert die Gesamtfinanzierung nachvollziehbar ab.
Das hat der Verein bisher aber noch nicht geschafft und schon damit Mitglieder des Planungsausschusses in die Defensive getrieben. Aber selbst bisherige Unterstützer des Projektes äußerten sich irritiert, dass jetzt für einen erforderlichen Bebauungsplan noch weitere Kosten auf die klamme Gemeinde zukommen. Das aber sei in den bisherigen Beratungen bekannt gewesen, argumentiert die Verwaltung. Weil das Projekt unbestreitbar im öffentlichen Interesse sei, müsse die Gemeinde auch die Kosten für die rechtlichen Planungsgrundlagen tragen. Und das günstigste Angebot eines Planungsbüros belaufe sich auf knapp 10 000 Euro – ein anderes liege bei Honorarkosten von fast 26 000 Euro.

Bei zwei Ja-Stimmen von der SPD, zwei Nein-Stimmen der CDU und einer Enthaltung aus Reihen der Grünen empfahl der Ausschuss dem Rat, abzulehnen. Die Sitzung des Gemeinderates Gleichen, der über das Thema endgültig entscheidet, findet am Montag, 28. März, um 19.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Ischenrode statt.

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