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Ernte ist in Göttingen und der Region in vollem Gang

Ernte und Ernteverkehr Ernte ist in Göttingen und der Region in vollem Gang

Für die Landwirte der Region beginnt jetzt mit dem Weizen die Hochzeit der Ernte. Gerste und Raps sind bereits größtenteils eingebracht. Während der Mais niedriger steht als üblich, sieht es bei der Gerste gut aus.

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Landwirte beginnen in der Region mit der Weizenernte: Mähdrescher bei Nesselröden.

Quelle: Richter

Göttingen. Kreislandwirt Hubert Kellner begann am Montag bei Nesselröden mit dem Dreschen von Weizen. „Die Gerste ist seit Sonntagabend durch“, sagte der Desingeröder Landwirt. In einigen Bereichen stünden noch Reste von Raps. „Über den Wettergott können wir uns nicht beklagen.“

Mit den Gerstenerträgen ist Kellner sehr zufrieden. Über die Erträge beim Weizen lasse sich noch nichts sagen, so der Kreislandvolkvorsitzende. Der Weizen stehe nicht so gut. Die Erträge dürften dieses Jahr deutlich unterschiedlich ausfallen. Auf fast der Hälfte der landwirtschaftlichen Flächen in  der Region wird Weizen angebaut.

Der Mais ist wegen des kalten Juni nicht so in die Höhe gewachsen wie sonst üblich. „Es fehlt ein halber Meter“, beklagte Kellner. Das Höhenwachstum werde jetzt auch nicht mehr ausgeglichen.

Nach den Beobachtungen von Achim Hübner, Geschäftsführer des Göttinger Landvolkverbandes, ist die Gerstenernte überall im Landkreis sehr gut ausgefallen. Beim Weizen erwartet auch er erhebliche Unterschiede je nach Standort. Punktuell seien Schauer zur rechten Zeit gekommen. Für vernünftige Prognosen zur Weizenernte sei es noch zu früh.

Es dürfte aber geringere Erträge geben als im vorigen guten Jahr, so Hübner. Auch für Mais lässt sich dem Landvolk-Geschäftsführer zufolge  noch kein endgültiges Urteil abgeben. Der Mais stehe nicht so hoch, könne aber bei guten Bedingungen und genügend Feuchtigkeit noch alles „in die Kolben packen“.

Der Landvolkverband erwartet in Niedersachsen durch das kühle Frühjahr und die Frühsommertrockenheit geringere Erträge beim Raps. Die Ölfrucht wird in Niedersachsen in diesem Jahr auf 120 600 Hektar angebaut, 5,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Rückgang der Anbaufläche und niedrigere Erträge haben dem Landvolk zufolge insgesamt eine um 17,2 Prozent geringere Rapsernte zur Folge.

Statt 537 700 Tonnen wie im Vorjahr erwarten die Statistiker in diesem Jahr nur 445 200 Tonnen Raps in Niedersachsen.  Bei Wintergerste wurden dem Landvolk zufolge bessere Erträge erzielt, als zunächst befürchtet. Trockenheit im Mai und Juni seien besser verkraftet worden, als der erste Anschein vermittelt habe. Knapp 150 000 Hektar wurden im Land angebaut.

Ernteverkehr auf Straßen

Göttingen/Duderstadt. In der Region sind jetzt wegen der beginnenden Weizenernte überall Landmaschinen auf den Straßen unterwegs. Verkehrsteilnehmer sollten deshalb besonders vorsichtig fahren und auch auf mögliche Straßenverschmutzungen achten.
Duderstadts Polizeichef Otto Moneke  zufolge gibt es im noch besonders von Landwirtschaft geprägten Eichsfeld derzeit noch keine Probleme. „Gott sei Dank hat es noch keine Unfälle gegeben“, so Moneke, er mahne aber die Autofahrer wie jederzeit zur besonderen Vorsicht. Auch der Kreislandvolkverband appelliert an die Autofahrer, auf den Ernteverkehr zu achten. Landwirtschaftlicher Verkehr sei nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen, sagte Geschäftsführer Achim Hübner, Hänger seien mittlerweile so groß wie LKW.

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